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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 13:54 Uhr

Schulneubau an neuem Standort?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Politik Appener SPD für Areal beim TuS-Gelände

„Wer zukunftsorientiert planen möchte, muss auch über einen Schulneubau nachdenken“, sagt Appens SPD-Fraktionsvorsitzender Walter Lorenzen (Foto). Ehe mehr als eine Million Euro in Sanierung und Erweiterung des derzeitigen Gebäudes gesteckt werde, sollte die Gemeinde zumindest darüber nachdenken, ob der Standort an der Schulstraße langfristig überhaupt ausreicht oder ob es nicht besser wäre, gleich einen Neubau in der Nähe des TuS-Sportgeländes in Angriff zu nehmen.

Lorenzen erwartet durch neue Baugebiete Zuzug und damit steigende Schülerzahlen. So könne es passieren, dass mehr als eine Million Euro in Sanierung und Erweiterung eines alten Gebäudes gesteckt werde, sich aber nach einigen Jahren herausstelle, dass dort gar nicht alle Schüler Platz finden. „Der geplante Umbau und die Erweiterung würden zwar eine zügige Verbesserung der derzeitigen Situation herbeiführen, zwingen aber dazu, viele Kompromisse einzugehen, weil der jetzige Schulstandort Grenzen setzt“, betont der SPD-Fraktionschef. Er hält es für falsch, einerseits eine Dorfentwicklungsplanung anzuschieben, andererseits aber in Sachen Schule durch Flickschusterei Tatsachen zu schaffen, anstatt den Schulbetrieb für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen.

Im Haushalt 2017 sollen für die Schulsanierung 600  000 Euro eingestellt werden. Damit ist es aber nicht getan. Die Erweiterungs- und Instandsetzungsarbeiten werden sich über etwa drei Jahre erstrecken und voraussichtlich 1,17 Millionen Euro kosten. Die SPD sieht ebenso wie die anderen Fraktionen dringenden Handlungsbedarf, schlägt aber vor, nur das Nötigste in Angriff zu nehmen und zeitgleich die Planungen für einen Neubau zu starten. So sollten nach Lorenzens Vorstellungen im Etat 2017 erst einmal nur 300  000 Euro veranschlagt werden. Das sei angemessen, um den Betrieb an der Schulstraße noch fünf Jahre aufrecht zu erhalten. Die Beeinträchtigung des laufenden Betriebs könnte zudem auf ein Minimum reduziert werden. Verbesserungen müssen nach Auffassung der Sozialdemokraten vor allem für Schulbetreuung, Heizung und Sanitärbereich zügig erfolgen.

Am jetzigen Schulstandort soll nach Lorenzens Vorstellungen Wohnbebauung ermöglicht werden. „Die Einnahmen, die wir durch den Verkauf der Flächen erzielen, können wir für den Neubau der Schule nutzen“, sagt der SPD-Fraktionschef.

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