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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:19 Uhr

Offener Ganztag : Schulleiterin in Hasloh fordert Profi-Personal

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Rektorin der Hasloher Peter-Lunding-Schule stellt Veränderungen bei der Nachmittagsbetreuung vor.

Hasloh | Seit mehr als 20 Jahren besteht der Hasloher Schulkinderbetreuungsverein (SKBV), der sich um die Betreuung von Kindern der Peter-Lunding-Schule vor und nach dem Unterricht kümmert. Entstanden war die Betreuung aus einem Elternverein heraus, Projekte wurden bislang nicht angeboten.

Schulleiterin Julia Fietz stellte während der jüngsten Sitzung des Schul-, Sport- und Kulturausschusses das neue Konzept vor. Ab dem Schuljahr 2017/18 soll die Umsetzung zur zuschussfähigen Offenen Ganztagsschule (OGTS) verwirklicht werden. Doch dazu bedürfe es einiger Veränderungen. „Wir möchten als Schule die Nachmittagsbetreuung übernehmen. Es soll nicht mehr nur Schule und Nachmittagsbetreuung heißen, sondern sich zu einer echten Offenen Ganztagsschule entwickeln“, sagte Fietz weiter. Träger werde damit die Gemeinde Hasloh. Das Konzept des SKBV sei kein schlechtes, jedoch stamme es aus dem Jahr 1992 und entspreche den aktuellen Bedürfnissen und Bestimmungen inzwischen nur noch teilweise.

„Wir haben in der Nachmittagsbetreuung Personal, das keine pädagogische Vorbildung hat“, berichtete die Schulleiterin weiter. Für die OGTS sei es wichtig, jedem Kind die gleiche Betreuung zu garantieren. Dazu bedürfe es Fachpersonal. Außerdem seien Pädagogen für die Konfliktbewältigung und den richtigen Umgang mit den Kindern ausgebildet. „Der SKBV hat bisher gute Arbeit geleistet, aber auf Dauer geht es so nicht mehr“, erklärte Fietz. In einem Schreiben an den Bürgermeister sowie den Ausschussvorsitzenden betonte Fietz, wie wichtig es sei, das Personalkonzept zu ändern. „Die Einstellung einer pädagogischen Leitung und der Koordinatorin darf im Konzept kein Soll-Zustand sein“, appellierte die Schulleiterin.

Beide Stellen seien maßgeblich dafür verantwortlich, dass eine Offene Ganztagsschule funktioniere. Derzeit sei Schulsozialarbeiterin Marit Gehring zwei Mal die Woche vor Ort. „Sie soll nun die pädagogische Leitung übernehmen“, erläuterte Fietz. Dafür würden zwei Tage in der Woche jedoch nicht ausreichen. Gehring müsse in Zukunft täglich vor Ort sein, so die Forderung der Schulleiterin.

Kontinuität ist wichtig

Für die Koordination der OGTS ist Schulsekretärin Astrid Schacht zuständig. Sie ist bereits fünf und 13 Stunden, Koordinatorin und Sekretariat, pro Woche tätig. „Eine Kontinuität ist unglaublich wichtig. Wir brauchen einen Ansprechpartner, sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag“, sagte Fietz. Deswegen soll die Arbeitszeit auf insgesamt 25 Wochenstunden erhöht werden. Eine Entscheidung sei diesbezüglich unabwendbar: „Seit Jahren finden wir diverse Interimslösungen. Aber im kommenden Sommer erwarten wir 80 Kinder, das ist eine Steigerung von mehr als 50 Prozent“, rechnete die Schulleiterin vor. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollen die Stunden von Schacht bereits bis zum 1. Januar erhöht werden.

Die Ausschussmitglieder stimmten über vier Beschlussvorlagen ab: Einstimmig votierten sie sowohl für das pädagogische Konzept der Schule als Offene Ganztagsschule als auch für den Kosten- und Finanzierungsplan sowie der Bitte an den Bürgermeister, den Antrag auf Anerkennung der Schule zu stellen. Mit sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde auch der Umsetzung des Personalkonzeptes zugestimmt.

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erstellt am 14.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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