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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 03:31 Uhr

Pinneberg : Schule fertig, und nun?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Theodor-Heuss-Schule kooperiert eng mit der Bundesagentur für Arbeit.

Pinneberg | Schulabschluss und dann? Ausbildung, Studium oder doch erstmal ins Ausland? Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Abgänger, sondern auch ihre Eltern und Lehrer. „Das Problem bei den Schülern, die mit G8 abgehen, ist, dass sie relativ jung sind“, sagt Matthias Beimel, Schulleiter an der Theodor-Heuss-Schule (THS) Pinneberg. Oft seien die Wünsche für die Zukunft noch deutlich ungenauer, als von den etwas älteren Abgängern. „Umso wichtiger wird die Arbeit, die hier gemacht wird. Es wird viel Zeit aufgewandt, um den Jugendlichen zu helfen“, so Beimel über die Berufsorientierung, die an der Schule angeboten wird.

Bereits seit Jahren arbeiten die THS und die Bundesagentur für Arbeit daran, den Abgängern bei der Qual der Wahl zur Seite zu stehen. Die Einrichtungen haben ihre Zusammenarbeit im Bereich der Berufsberatung gestern nun auch offiziell besiegelt. „Der Kooperationsvertrag ist quasi der Ehevertrag“, sagte Berufsberater Siegfried Walther bei der Unterzeichnung. „Wir haben schon lange in wilder Ehe gelebt, nun wird es endlich besiegelt“, sagte Schulleiter Beimel. Der Kooperationsvertrag würde für Verlässlichkeit sorgen, ergänzte Uwe Schäfer, Teamleiter Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit in Elmshorn. „Er bietet ein Fundament, das lebt“, sagte er.

Gemeinsam gestalten Walther und Lehrer Marco Loutchan die Inhalte rund um das Thema Berufsorientierung an der THS. „Wir setzen uns jedes Jahr zusammen und machen einen Schuljahresplan“, so Walther. Noch in dieser Woche wird es etwa eine Veranstaltung im Klassenverband geben, bei der es darum geht, wann es welche Bewerbungsfristen einzuhalten gelte.

„Im zweiten Schritt wollen wir nach den Sommerferien die Eltern mit ins Boot holen. Niemand kennt ihr Kind besser als sie“, so Walther. Auch während der individuellen Beratungstermine würden die Eltern eine Rolle spielen. Die Termine können die Schüler direkt in ihrer Schule wahrnehmen. „Sollte es doch mal mehr Interesse geben, gibt es auch die Möglichkeit etwa 75 Minuten lange Termine in der Agentur in Elmshorn einzuplanen“, sagte Walther.

Die Suche nach der richtigen Beschäftigung für die Zukunft beginnt an der THS früh. „In der achten Klasse besuchen wir mit den Schülern das Berufsinformationszentrum“, sagte Loutchan, der den Bereich Berufsorientierung koordiniert. Außerdem wurde mit Unterstützung des Berufsberaters der Kontakt zur Leuphana Universität in Lüneburg etabliert. „Da konnten die Schüler schon mal richtige Uni-Luft schnuppern“, so Loutchan. Außerdem würden in Kooperation mit der Arbeitsagentur auch Studienfeldtests angeboten. „Die kommen gut an“, so der Lehrer.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 14:30 Uhr

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