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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 03:36 Uhr

Schulbetreuung am Limit

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zustrom Schulverein hat mehr als 50 Verträge abgeschlossen / Räume reichen nicht aus / Gebührenerhöhung

„Wir kommen in eine Situation, in der wir unsere Arbeitsweise überdenken müssen“, sagte Arne Schneikart, Vorsitzender des Schulvereins Borstel-Hohenraden. In der Sitzung des Sozial-, Schul-, Sport- und Kulturausschusses stellte er die aktuelle Situation der Betreuten Grundschule dar. Der Erfolg sorge aktuell für Herausforderungen.

„Wir haben aktuell mehr als 50 Verträge in der Betreuung“, sagte Schneikart und stellte das Hauptproblem vor: „Der Betreuungsraum ist für 50 Kinder nicht ausgelegt.“ Das gute Wetter zum Schulstart habe das Problem entzerrt, doch er blickte bereits voraus: „Das wird spannend, wenn das Wetter deutlich schlechter wird. Dann müssen wir schauen, wie wir das alles geregelt bekommen.“ Auch bei der Essensausgabe sorgen die neuen Rekordzahlen in der Betreuung für Probleme. „Ein neuer Essenstisch, den wir bestellt haben, verspätet sich um fünf Wochen. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, so Schneikart.

„Die Betreuung platzt aus allen Nähten“, sagte Schneikart und ergänzte: „Wir haben noch keine Begrenzung drin, denken aber über einen Aufnahmestopp nach.“ Für diesen plädierte auch Britta Jasper (CDU, kleines Foto links), Vorsitzende des Sozial-, Schul-, Sport- und Kulturausschusses: „Wenn es nicht mehr geht, muss man zu dieser Maßnahme greifen.“ Unterstützung erhielt sie von ihrer Stellvertreterin Wiebke Dicks (SPD, kleines Foto rechts): „Es sollten keine Verträge gekündigt werden, aber wenn es nicht mehr möglich ist, alle Anfragen zu erfüllen, macht ein Cut Sinn.“ Bestehende Verträge zu kündigen, sei nach Schneikart keine Option. Allerdings könnten die Betreuungskosten steigen.

„Wir haben einige Lücken oder Schwächen in unserer Kalkulation gefunden“, räumte Schneikart ein. Aufgrund der höheren Schülerzahlen seien zwar die Einnahmen gestiegen, aber auch die Ausgaben für die Betreuung. Derzeit seien sechs Erzieher eingestellt. „Ich denke, dass wir mit einer Erhöhung von zehn Euro auskommen“, mutmaßte Schneikart in der Sitzung am Donnerstag. Kritik an der Gebührenneuordnung erstickte er direkt: „Aus dem Kreis der aktuellen Vorstandsmitglieder konnte sich keiner an eine Gebührenerhöhung erinnern. Dabei sind alle schon einige Zeit im Amt“, sagte er. Denn ohne eine Anpassung sei die Arbeit des Schulvereins defizitär. „Bei zehn oder 20 Kindern kann man das am Ende des Jahres ausgleichen, aber wenn man sich bei 50 Kindern verkalkuliert, ist man schnell im vierstelligen Bereich und das können wir uns nicht lange leisten“, sagte Schneikart. Diese Situation gelte es zu vermeiden.

>schulver
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