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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:25 Uhr

Schnellere Radwege nicht realisierbar

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bauausschuss Hürden für Ahrenloher Straße in Tornesch noch zu hoch

Die Bemühungen der Fraktionen, die Ahrenloher Straße für Radfahrer attraktiver zu machen, sind vorläufig gestoppt worden. Grund: Durch die örtlichen Gegebenheiten sind die Hürden für eine Verbreiterung des vorhandenen Geh- und Radweges hoch. Ob der Plan auf absehbare Zeit umsetzbar ist, wird auch von dem Willen der Anwohner abhängen, einen Meter von ihren Grundstücken an die Stadt zu verkaufen.

„Wenn wir die Leute zum Umsteigen auf das Fahrrad bewegen wollen, müssen wir tolle und schnelle Radwege vorhalten, die gut ausgeleuchtet sind und viel Sicherheit bieten“, sagte Bauausschussvorsitzender Henry Stümer auf Anfrage dieser Zeitung. Im Blick haben die Tornescher Politiker unter anderem die Ahrenloher Straße. Derzeit nutzen die Radfahrer den bis zu 1,50 Meter breiten Gehweg jeweils in Fahrtrichtung. Wer die Straßenseite wechseln will, hat ein Problem - es gibt nur wenige gesicherte Überwege. „Unser Ziel ist es, zumindest auf der nördlichen Seite den Geh- und Radweg so auszubauen, dass er in beide Richtungen befahren werden kann“, so Stümer. Dafür gibt der Kreis Pinneberg als übergeordnete Behörde eine Mindestbreite von 2,50 Meter vor. Eine Verbreiterung ist nur in Richtung der Grundstücke möglich, die Anwohner müssten der Stadt also Land verkaufen. Um auszuloten, ob da Chancen bestehen, solle die Verwaltung jetzt erste Kontakte knüpfen, so Bauausschussvorsitzender Stümer.

Aber es gibt noch weitere Hürden: Auf der Strecke von der Wilhelmstraße bis zum Kreisverkehr wären insgesamt 32 Bäume zu fällen, und die Böschung des Regenwasserrückhaltebeckens vor dem Grundstück Thujaweg 40 müsste verändert werden. In einer Stellungnahme kommt die Verwaltung denn auch zu dem Schluss, der Aufwand, der für den Ausbau zu betreiben wäre, stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Dennoch möchten die Fraktionen an den Plänen festhalten. Der Sozialdemokrat Karlheinz Böhmke etwa sieht den Radverkehr auf dem Vormarsch und will dem sich verändernden Verhalten der Bürger Rechnung tragen. „Außerdem könnten wir mit einem beidseitig befahrbaren, modernen Radweg ein schönes Einfalltor für Tornesch schaffen“, sagte er. Vom Tisch ist die Idee also nicht. „Es ist ein Wunsch, der im Augenblick nicht realisierbar ist, aber bestehen bleibt“, sagte Henry Stümer.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 15:57 Uhr

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