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Pinneberger Tageblatt

02. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

Was gibt es zu beachten? : Schenefeld: So können Flüchtlinge Arbeit finden

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Infoveranstaltung „Integration durch Beschäftigung – Potenziale geflüchteter Menschen nutzen“ richtete sich vor allem an Arbeitgeber und Ehrenamtliche, die mit Asylsuchenden, Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen zusammenarbeiten.

Schenefeld | „Die Beschäftigung von geflüchteten Menschen war für uns ein neues Thema“, begann Jürgen Knauff von der Agentur für Arbeit in Elmshorn, „mit diesem Vortrag möchte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen“: Die Infoveranstaltung „Integration durch Beschäftigung – Potenziale geflüchteter Menschen nutzen“ am Dienstagabend richtete sich vor allem an Arbeitgeber und Ehrenamtliche, die mit Asylsuchenden, Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen zusammenarbeiten. Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) hatte dazu zwei weitere Experten in den Ratssaal geladen: Birigt Wacker, die Willkommenslotsin der Handwerkskammer Lübeck sowie Tanja Sommerfeld, die Migrationsbeauftragte der Agentur für Arbeit im Kreis Pinneberg.

Knauff beschrieb den Prozess der Integration: Nach der Registrierung der Geflüchteten würden diese in einer Aufnahmeeinrichtung untergebracht und das Asylverfahren beginne. Das langfristige Ziel nach der anschließenden Berufsorientierung sei die Integration. „Es ist ein langer Prozess. Am besten gelingt die Integration über die Sprache“, sagt er. „Menschen aus dem Iran, Irak, Syrien, Eritrea und Somalia haben eine hohe Bleibeperspektive.“

Zuerst sei aber wichtig, die verschiedenen Aufenthaltsstatus unterscheiden zu können. „Zu Beginn werden die geflüchteten Asylsuchende genannt. Sie sind eingereist und registriert, haben aber noch keinen Asylantrag gestellt.“ Danach wären sie Asylbewerber – diese seien Inhaber einer Aufenthaltsgestattung und dürfen frühestens drei Monate nach ihrer Registrierung eine betriebliche Beschäftigung aufnehmen. „Das Verfahren kann lange dauern. Geflüchtete Menschen aus sicheren Herkunftsländern im Westbalkan erhalten keine Beschäftigungserlaubnis.“

Ist ein Asylantrag angenommen, erhalte der anerkannte Flüchtling eine befristete Aufenthaltserlaubnis und könne ohne Einschränkung eine Beschäftigung aufnehmen. Zuständig sei ab diesem Zeitpunkt das Jobcenter. Ab August sehe das neue Integrationsgesetz für die nächsten drei Jahre vor, dass es keine Vorrangprüfung mehr gebe: „Inländische Arbeitnehmer werden nicht mehr bevorzugt. Somit herrschen für alle die gleichen Arbeitsbedingungen“, beschreibt Knauff. Auch die Altersgrenze für den Ausbildungsbeginn sei aufgehoben. Der Arbeitgeberservice biete Flüchtlingen ausbildungsbegleitende Hilfen und Berufsorientierung an. Knauff verweist auf’s Internet, eine Jobbörse für Geflüchtete.

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erstellt am 31.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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