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Pinneberger Tageblatt

26. Mai 2016 | 14:35 Uhr

Saubere Luft in der Fahrzeughalle

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloher Feuerwehr: Absauganlage war von der Unfallkasse gefordert worden

Zwei Jahre ist es her, dass die Feuerwehr-Unfallkasse die fehlende Abgas-Absauganlage in der Fahrzeughalle der Hasloher Freiwilligen Feuerwehr bemängelte. Seit wenigen Tagen ist sie endlich eingebaut.

An jedem Stellplatz hängt nun ein Schlauch von der Decke. Dieser wird am Auspuff angeklemmt. „Bei der Abfahrt läuft der Schlauch an der Deckenschiene mit und koppelt sich dann automatisch ab“, erläutert Haslohs Wehrführer Thomas Krohn. Damit gebe es beim Ausrücken keinen Zeitverlust, weil der Schlauch nicht erst entfernt werden müsse.

„Diese Anlagen sind aus gesundheitlichen Gründen gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt Krohn. Ein Blick in die Halle macht schnell klar, warum: Die Wehr verfügt über keinen abgetrennten Umkleideraum, die Spinde stehen an der Hallenwand. Da im Einsatzfall die Motoren der Fahrzeuge sofort gestartet werden, atmeten die eintreffenden Kameraden bislang ganz automatisch die giftigen Abgase ein.

Ursprünglich sollte die Anlage gemäß der Kalkulation der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft etwa 50  000 Euro kosten. Parallel zu der Kostenberechnung, die die Verwaltung erstellte, machte sich Krohn selbst auf die Suche nach einem Hersteller – und wurde prompt bei einer Quickborner Firma fündig. „Das Angebot lag bei knapp 16  000 Euro und war damit das Günstigste. Die Firma erhielt den Zuschlag“, sagt Krohn. Nur die Kosten für die Installation der Elektrik kämen noch dazu.

Im Zuge des Einbaus bastelten Tüftler der Wehr noch an zwei weiteren Erleichterungen: „Neben der Eingangstür der Wache wurde ein Alarmknopf installiert“, berichtet Krohn. Im Einsatzfall betätigt der erste eintreffende Kamerad den Knopf – und wie von Zauberhand geht das Licht in der Halle an, die Rolltore öffnen sich und die Motoren der Fahrzeuge werden gestartet. „Dann springt auch automatisch die Absauganlage an – und zusätzlich weisen die blauen Blinklichter an der Fassade Autofahrer auf den bevorstehenden Feuerwehreinsatz hin“, erläutert Krohn.

Zudem wird künftig auf einem großen Bildschirm in der Halle die Einsatzmeldung zu sehen sein. „Dann weiß jeder sofort, wo wir hinmüssen und was für eine Lage uns erwartet“, sagt Krohn. So könne die Ausrückezeit noch weiter verkürzt werden. „Es motiviert uns, so gut aufgestellt zu sein“, ist Krohn zufrieden.

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erstellt am 27.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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