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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 21:45 Uhr

Verkehrsärger in Rellingen : Rückstau auf A23 - ist eine Lösung in Sicht?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Blechlawinen zwischen Pinneberg und Halstenbek-Krupunder sollen durch eine Spezialampelanlagen minimiert werden.

Rellingen | Rückstau auf der Autobahn 23 (A23) an den Anschlussstellen Pinneberg-Nord, Pinneberg-Mitte, Pinneberg-Süd, Halstenbek-Rellingen und Halstenbek-Krupunder: ein tägliches Ärgernis, besonders im Berufsverkehr. Während der heutigen Sitzung des Ausschusses für Verkehr ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rellinger Rathauses beschäftigt sich das Gremium unter anderem mit einer Planungsvorlage des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr. Zur Verbesserung des Verkehrsablaufes auf der A23 schlagen die Experten „die Errichtung von Zuflussregelungsanlagen (ZRA) als beste Option“ vor.

Die Definition für eine ZRA: Sie regelt bei erhöhtem Verkehrsaufkommen den Zufluss einfahrender Fahrzeuge auf Autobahnen oder autobahnähnlichen Straßen durch eine Ampel in der Zufahrtsrampe. Der Effekt: Lange Fahrzeugpulks werden in einzelne Fahrzeuge oder Pulks mit wenigen Fahrzeugen aufgeteilt. Das Drängeln auf der Hauptfahrbahn soll minimiert werden.

Ausschussvorsitzender Peter Geercken (SPD ) und seine Kollegen werden während der Sitzung nichts beschließen. Nehmen die Vorlage zur Kenntnis. Doch die Fraktionen dürften das Für und Wider einer ZRA später abwägen. Dazu gehört laut Aussage der Verkehrsbetriebe, dass die Verflechtungsvorgänge erheblich flüssiger seien und das „Einsetzen des Stauzustandes deutlich später“, sprich die Staulängen geringer sein sollen. Selbstredend dürfte sich die Verkehrssicherheit an den Anschlussstellen erhöhen und ein „zunehmendes Geschwindigkeitsniveau“ zu erwarten sein.

Hinzu kommt, dass der Bau der Spezialampeln kurzfristig umgesetzt werden könnte, die Planungskosten zudem relativ gering ausfallen sollen. Eine zeitnahe Anordnung und Umsetzung hat zudem Priorität.

Doch es soll auch Abstriche geben: Für die Anschlussstelle Pinneberg-Süd wird die Errichtung einer solchen Anlage so lange ausgesetzt, bis die bereits im Jahr 2007 angeordnete Ampel für die Westrampe installiert wird. Die Umsetzung scheiterte laut Landesbetrieb aber bisher an der Weigerung Rellingens, sich an der Gesamtumbaumaßnahme – inklusive Radwegverlagerung – zu beteiligen. Für die Anschlussstelle Pinneberg-Nord gilt: Hier heißt es Warten auf die Fertigstellung der Westumgehung.

Eine weitere Diskussion über eine Ampelanlage wird heute den Ausschuss beschäftigen: Es geht um den Bau einer Bedarfsampel über die Pinneberger Straße Höhe „Am Dorfteich“. Hauptargument der Antragsteller: Sie sind insbesondere um die Sicherheit der Kinder besorgt, die die Pinneberger Straße queren müssen, um die Caspar-Voght-Schule zu erreichen. Am 8. Mai 2007 wurde der Antrag einer Ampel abgelehnt. Mit dem Argument: „Die verkehrlichen Belange wurden im Rahmen des Bauleitplanverfahrens hinlänglich abgewogen.“

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erstellt am 05.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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