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Pinneberger Tageblatt

22. Januar 2017 | 15:16 Uhr

Zwischen Pinneberg und Quickborn : Rowdy-Baustelle hat bald ein Ende

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

L76-Sanierung: Die Straße wird am Montag, 25. Juli, wieder für den Verkehr freigegeben.

Borstel-Hohenraden | Aufatmen bei den Bewohnern in Borstel-Hohenraden und mit Sicherheit auch bei den Autofahrern, die wegen der Sanierung der Landesstraße 76 Umwege in Kauf nehmen mussten: Die Straße soll im Laufe des kommenden Montags, 25. Juli, wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das bestätigt Kai-Uwe Schacht vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Schleswig-Holstein in Itzehoe gestern auf Anfrage.

Die Baustelle stand unter keinem guten Stern: Zuerst gab es Verzögerungen, weil Versorgungsunternehmen mehrere Hausanschlussleitungen (Gas und Strom) aus den 70er Jahren nach heutigem Standard nicht tief genug verlegt hatten. Das warf die Bauarbeiter um vier Wochen zurück. Dann mussten die letzten Arbeiten in dieses Frühjahr verlängert werden, weil wetterbedingt nicht weitergearbeitet werden konnte. Besonders bitter war dies für die Anlieger und die Betriebe an der Quickborner Straße, die spürbare Umsatzeinbußen in Kauf nehmen mussten.

Zudem hatte die Gemeinde mit Auto- und Lkw-Fahrern zu kämpfen, die Schleichwege nutzten, sich dort festfuhren und Schäden hinterließen. Die große ausgeschilderte Umleitung sei sehr gut angenommen worden, so Schacht. „Es haben sich jedoch im Laufe der Zeit viele Verkehrsteilnehmer, gesteuert durch Navigationsgeräte, über Wirtschaftswege und Gemeindestraßen eigenmächtig neue Wege gesucht.“

Dies habe für Ärger bei Anliegern sowie Fußgängern und Radfahrern gesorgt, so dass die Beschilderung angepasst werden musste und zahlreiche Wege dann nur noch für Anwohner frei gegeben wurden – allerdings leider auch nur mit mäßigem Erfolg.

Dazu kam Vandalismus: An der Rowdy-Baustelle wurden regelmäßig Schilder gestohlen oder zerstört. Baken wurden beiseite geschoben, auf die Fahrbahn geworfen oder mit Farbe besprüht.

Rückblickend zieht Schacht allerdings ein positives Fazit: „Die Anwohner waren sehr geduldig und es gab kaum Beschwerden. Sie waren sehr tolerant und kooperativ, trotz mancher unvermeidbarer Einschränkungen bei der Zufahrt zu den Grundstücken.“ Die Zusammenarbeit mit Gemeinde, Bauhof und Feuerwehr sowie Schule sei ausgesprochen gut gewesen.

Wie teuer die Maßnahme insgesamt war, kann Schacht noch nicht exakt beziffern. „Es liegt noch keine Schlussrechnung der Baufirma vor. Die endgültigen Kosten werden bei etwa 3,6 Millionen Euro liegen.“

Schacht kann auch noch nicht genau beziffern, wie viel davon von den Versorgern – die Stadtwerke Pinneberg, die SH Netz AG und die Telekom – bezahlt werden muss. Schacht stellt aber klar: „Die Stillstandskosten haben die Versorgungsunternehmen als Verursacher zu tragen.“

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erstellt am 23.Jul.2016 | 16:46 Uhr

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