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Pinneberger Tageblatt

29. Mai 2016 | 01:56 Uhr

Uetersen : Roman über die Bestrafung von Kinderschändern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Susann Nocent schreibt einen Roman über die Bestrafung von Kinderschändern durch eine geheime Organisation.

Uetersen | „Justizskandal um drei Schwerverbrecher“, „Richter lässt Frauenmörder laufen“, „Theater-Chef ist ein hundertfacher Kinderschänder“: Solche oder ähnliche Schlagzeilen finden sich immer wieder in der Boulevard-Presse. Als Susann Nocent aus Uetersen vor acht Jahren im Ski-Urlaub war, brachte sie das morgendliche Zeitunglesen auf die Idee, selbst ein Buch darüber zu schreiben. Nun ist es unter dem Titel „Selbstjustiz oder Gerechtigkeit für Opfer“ im Windsor-Verlag erschienen.

Missbrauch, Mord, Rache: Die 52-Jährige hat sich einen harten Stoff ausgesucht. In dem Kriminalroman geht es um eine geheime Organisation: Die Abkürzung GfdO steht für Gerechtigkeit für die Opfer. Anführerin Sally von Raken schafft es gemeinsam mit anderen Verschwörern, Kinderschänder in ihre Gewalt zu bringen und sie für ihre Taten büßen zu lassen. Durch einen Zufall stößt die GfdO dann auf eine Gruppe von Männern, die Kinder aus Heimen in Osteuropa holen, um sie gegen eine Leihgebühr an Pädophile zu vermieten. Nun wird es gefährlich, denn jetzt haben sie es mit brutalen und skrupellosen Kinderhändlern zu tun, die über Leichen gehen, um mit ihren Geschäften viel Geld zu verdienen.

„Das ist natürlich alles reine Fantasie“, erklärt die Autorin. Die Wut auf die Justiz habe sie aber auf den Stoff gebracht. „Ich hatte einfach das Bedürfnis, etwas runterzuschreiben, was in der Realität niemals möglich wäre.“ Es habe sie sehr bewegt, dass viele Täter mit kurzen Haftstrafen davon kämen, während die Opfer ihr Leben lang an den Folgen leiden. Den Plot hatte sie schnell zusammen, dennoch dauerte es Jahre, bis sie das Buch fertig hatte. Zwischendurch legte sie das Manuskript zur Seite, und machte nach einem Jahr Pause doch weiter. „Die Idee war immer in meinem Kopf. Einmal das eigenen Buch in den Händen halten.“

Schwierige Vermarktung

Die Vermarktung hingegen erwies sich als schwierig. Die 15 Verlage, die sie anschrieb, antworteten ihr nicht einmal. Dies könne sie auch ein wenig verstehen. „Ich hatte ja noch nie etwas geschrieben. Ich bin ja keine Bestsellerautorin.“ Dennoch glaubte sie weiter an sich. Und am Ende fand sie doch noch einen Verlag, der bereit war, ihren ersten Kriminalroman aufzulegen.

Aktuell arbeitet sie bereits an ihrem zweiten Werk. Eine Reihe von Morden an rothaarigen Frauen gilt es diesmal aufzuklären. Mit mittelalterlichen Instrumenten wurden sie gefoltert. Es scheint, als bliebe Nocent den harten Themen treu. Die 52-Jährige liest privat ebenfalls am liebsten Kriminal-Geschichten und Thriller beziehungsweise Horror-Romane. „Es geht da schon ziemlich brutal und grausam zu. Mit Liebesromanen kann ich nichts anfangen.“

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erstellt am 21.Apr.2015 | 16:20 Uhr

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