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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 15:00 Uhr

Veteranenfahrt in Pinneberg : Rollendes Museum vor der Drostei

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

130 Young- und Oldtimer starten zur 17. Ausfahrt von Pinneberg Mobil. Planungen für nächstes Jahr laufen bereits.

Pinneberg | Pinneberg-Mobil-Organisator Klaus-Jürgen Bahrke hatte sich mit seinem Lloys einen Platz im Schatten der Drostei gesucht. Doch ein Auto weckte sofort sein Interesse: Ein Horch. „Das war zur damaligen Zeit ein absolutes Luxusauto“, sagte Bahrke, während er einen Blick in den Innenraum warf. Bei dem Anblick kam der eingefleischte Oldtimerfan ins Schwärmen: „Der Wagen hat schon die Strecke Paris-Peking gemeistert.“ Über den Wert des Wagens wollte er lieber nichts sagen: „Das behält man besser für sich.“

Zufrieden schaute Bahrke gestern kurz vor dem Start der 17. Veteranenfahrt durch den Kreis Pinneberg über den Drosteiplatz. Etwa 130 Old– und Youngtimer auf zwei und vier Rädern hatten sich eingefunden. „Ein Oldtimer ist mehr als ein Auto. Ein Oldtimer ist Erinnerung pur“, schwärmte Bahrke. Viele Besucher hätten sich spontan für die Teilnahme entschieden. „Bei Oldtimerfans ist das Wetter oft entscheidend. Wenn die Sonne scheint, holen alle ihre Autos raus“, erläuterte Bahrke.

Von der Drostei führte die Rallyestrecke nach Wedel, zum Elbmarschenhaus, dem Flughafen Heist und zurück zur Drostei. „Ich will, dass unsere Gäste sehen, wie schön der Kreis Pinneberg ist“, sagte Bahrke. Beim Zwischenstopp in der Marsch gab es Eis auf dem Deich. „Damit die Leute nach oben gehen und die schöne Elbe sehen“, so Bahrke grinsend.  Am Nachmittag war das Ziel der zweiten Ausfahrt das Seniorenheim Eichenkamp in Thesdorf. „Dort erwartet man uns schon. Das ist ein riesiges Fest, denn alte Autos und alte Menschen gehören einfach zusammen“, sagte Bahrke.

„Es trifft sich gut, dass heute der Internationale Museumstag ist. Sie alle leisten Ihren Beitrag als ,rollendes Museum’“, sagte Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg, bevor sie zusammen mit Bahrke den Start auf die etwa 70 Kilometer lange Strecke freigab. „Die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen noch nicht einmal Eintritt bezahlen, um diese beeindruckenden Zeugnisse der Geschichte bewundern zu können. Sie müssen auch nicht ins Museum gehen. Es genügt, ein bisschen durch die Innenstadt zu schlendern und sich hier umzusehen“, sagte Steinberg.

Noch bevor die 17. Veteranenfahrt beendet war, dachte Bahrke bereits an die nächste Auflage. „Ich möchte gern etwas zusammen mit der Drostei machen, die im kommenden Jahr bekanntlich ihr 250-jähriges Bestehen feiert“, sagte Bahrke. Was genau, wollte er noch nicht verraten. „Wir müssen erst noch einige Gespräche führen.“

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erstellt am 23.Mai.2016 | 17:30 Uhr

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