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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 08:08 Uhr

Reparaturen: Debatte um Prioritäten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bauausschuss Gremium berät Dringlichkeitsliste

Während der jüngsten Sitzung des Bönningstedter Bauausschusses hat das Gremium über die lange Liste der notwendigen Instandsetzungsarbeiten an Geh- und Radwegen sowie Fahrbahnen beraten. „Der Kontostand der Gemeinde beim Wegeunterhaltungsverband des Kreises liegt bei minus 107  000 Euro“, gab Bürgermeister Peter Liske (BWG) bekannt. Um das negative Ergebnis aufzubessern, schlug er vor, in diesem Jahr lediglich einen Teil des Schnelsener Wegs durch den Verband reparieren zu lassen.

„Darüber hinaus haben wir jedoch im Haushalt Geld für den Unterhalt der Straßen eingestellt“, sagte Liske. Zu diskutieren sei nun, welche Prioritäten auf der 19 Punkte umfassenden Liste gesetzt werden sollten.

„Wir müssen an die schwächsten Verkehrsteilnehmer denken“, mahnte Liske und schlug als erstes das behindertengerechte Herrichten des nördlichen Gehwegs an der Ellerbeker Straße vor. Ilse Bartsch (CDU) wies darauf hin, dass in diesem Zuge auch gleich die Kantsteine an der Kreuzug Ellerbeker/Kieler Straße abgesenkt werden sollten.

Als zweites schlug Liske vor, zwei verwurzelte Straßenabläufe in der Grellfeldtwiete zu reparieren. „Der dritte dringende Punkt ist der Lerchenweg am Abschnitt Ortfeld-Rotdornsieg“, sagte Liske. Die bislang unbefestigte Strecke soll mit einer Deckschicht aus Glensanda versehen werden.

Um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu unterstützen, soll Geld für den Parkplatz an der Bushaltestelle an der Norderstedter Straße in die Hand genommen werden: Dort läuft nach Regenfällen das Wasser nicht ab.

Auch im Dammfelder Weg komme es auf dem Gehweg immer wieder zu großen Pfützen. Mit einem zusätzlichen Straßenablauf soll dort Abhilfe geschaffen werden. „Im Dammfelder Weg sind wegen des dort ansässigen Pflegeheims besonders viele ältere Menschen unterwegs“, begründete Liske die Auswahl.

Während die bis dahin vorgetragenen Vorschläge auf Zustimmung stießen, gab es beim letzten Punkt eine rege Debatte: Die Verlängerung der Goosmoortwiete ist mit etwa 80  000 Euro die mit Abstand kostspieligste Baustelle: Trag- und Deckschicht müssen erneuert und eine Oberflächenentwässerung geschaffen werden. „Nutzer sind lediglich diejenigen, die den darüber zugänglichen Betrieb anfahren – wir können den Abschnitt auch sperren und nur als Feuerwehrzufahrt kennzeichnen“, sagte Liske.

Willi Werner (BfB), der die Sitzung leitete, sprach sich dafür aus, mit dem Betreiber der Firma zu sprechen: Falls dieser nicht bereit sei, Geld für die Straße auszugeben, werde die Zufahrt gesperrt. Das Gremium beauftragte den Bürgermeister, Verhandlungen in Sachen Goosmoortwiete aufzunehmen und stimmte der Prioritätenliste einhellig zu.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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