zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

26. Mai 2016 | 00:41 Uhr

Halstenbek : Renaissance der heimischen Pflanzen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Umweltausschuss beschließt Projekt „Grünpatenschaften in Halstenbek“ auf privaten und öffentlichen Flächen. Infoabend am 2. Februar.

Halstenbek | Schöner, grüner, ökologisch wertvoller – Halstenbeks Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann begrüßt uneingeschränkt euphorisch die fraktionsübergreifende Initiative des Ausschusses für Landschaft und Umwelt: Es geht um Grünpatenschaften für die Gemeinde Halstenbek, im wahrsten Sinn des Wortes darum, die Kommune wieder zum Blühen zu bringen.

Laut Initiator Jürgen Heidorn, der auch die informative Broschüre für die Paten dazu geschrieben hat, dürfen aber nur ausschließlich heimische, bunt blühende Pflanzen zum Zuge kommen.

„Wir müssen die Nahrungssituation für heimische Insekten wie Schmetterlinge, Käfer, Hummeln und Wildbienen mit heimischen Pflanzen verbessern“, betont die Arbeitsgruppe. Miriam Utz (CDU), Wolfgang Pipping (FDP), Karen Schröder (Grüne) – mit Unterstützung des Umweltschutzbeauftragten Rodion Wohlleben – sind es, die seit etwa einem Jahr an dem Konzept nach Vorbild süddeutscher Gemeinden gearbeitet haben. In Zeiten der Echten Schlüsselblume als Blume des Jahres 2016, auch Wiesen-Schlüsselblume genannt – lateinisch: Primula veris – gehe es darum, im Ort brach liegenden, toten Flächen Leben einzuhauchen. Es geht um angenehme Düfte, um ein Farbenmeer, „um die Zukunft der Menschheit“, wie des Hoß-Rickmann auf den Punkt bringt. Es geht darum, stark gefährdete Arten wieder in das Ortsbild zu integrieren. Auf öffentlichem, auf privatem Grund und Boden.

Freiwillige Paten mit „Grünem Daumen“ können sich am Dienstag, 2. Februar, ab 18    Uhr während der Auftaktveranstaltung im Sitzungssaal des Rathauses in der Gustavstraße 6 darüber informieren, wie sich ab kommendem Frühjahr durch mehr bienen- und insektenfreundliche Blühpflanzen das Erscheinungsbild der Gemeinde verändern kann. „Es soll überall summen und brummen“, hofft Schröder. Der Renaissance der heimischen Pflanze dürfte nichts mehr im Wege stehen.

HINTERGRUND Heimische Pflanzen für das Gartenprojekt

Jürgen Heidorn stellt in seiner  Broschüre 72 Pflanzen sowie Saat- und Pflanztipps vor. Hier eine Auswahl: Acker-Witwenblume / Gemeine Akelei / Echter Beinwell / Chrysanthemum vulgare / Dolden-Milchstern / Duft-Veilchen / Echter Eibisch / Färberkamille / Goldnessel / Dornige Hauhechel / Große Käsepappel / Kugeldistel / Hohler Lerchensporn / März-Veilchen / Natternkopf / Osterglocke / Rainfarn / Scharbockskraut / Echte Schlüsselblume / Blutroter / Storchschnabel / Gefleckte Taubnessel / Tüpfel-Johanniskraut / Wald-Erdbeere / Waldtulpe / Wasserminze / Wegmalve / Echter Wundklee / Zichorie / Echter Ziest

 
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 22.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen