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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 19:19 Uhr

Defizit mit Eigenmitteln abgefedert : Rellingen berät über Haushalt 2017

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Für Diskussionsstoff dürfte das konservativ kalkulierte Jahresdefizit 2017 sorgen: 1,23 Millionen Euro stehen auf der Negativseite.

Rellingen | Inga Fröhlich hat ganze Arbeit geleistet. Erstmals liegt der Rellinger Verwaltung, Politik und letztendlich dem Bürger der Haushalt 2016 und 2017 „im Taschenformat“ vor. Erträge, Aufwendungen und Investitionen fasst die Kämmerin auf einem übersichtlichen Flyer zusammen. Für Diskussionsstoff dürfte das konservativ kalkulierte Jahresdefizit 2017 sorgen: 1,23 Millionen Euro stehen auf der Negativseite. Doch Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) beruhigt: „Ein strukturelles Defizit liegt nicht vor. Die Summe kann aus dem Eigengeld ersetzt werden.“

Rellingen und rote Zahlen im Haushalt: Das ist ein ungewöhnlicher Anblick. 14,8 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen in 2015, 14,8 Millionen Euro in 2016. Für 2017 wird mit 14 Millionen gerechnet, bei gleich bleibenden Hebesätzen. „Es ist ein Glück, dass wir liquide und handlungsfähig sind“, brachte es gestern Trampe bei der Vorstellung des Haushaltes 2016 mit fünf Nachträgen und der Vorlage für 2017 auf den Punkt.

Der Verwaltungschef ist sich gleichzeitig bewusst, dass die kommenden Jahre schwierige sein werden. Mit den Schulerweiterungen und der Sanierung der Unterwelt, sprich der Abwasserkanäle, hat die Kommune millionenschwere Projekte vor der Brust. In Zahlen: Für den Umbau der Caspar-Voght-Schule zur gymnasialen Oberstufe werden über Jahre 18 Millionen Euro nötig sein. Die Modernisierung der Brüder-Grimm-Grundschule kostet unterm Strich sechs Millionen Euro. Zur Sanierung der Kanäle sind für 2017 zwei Millionen Euro veranschlagt. Das neue Feuerwehrauto verschlingt 440.000 Euro.

Der Finanzausschuss tagt am 31. Oktober, der Gemeinderat am 1. Dezember. Die Politiker werden sich über Erträge in 2016 in Höhe von 35,6 .Millionen Euro beschäftigen, denen Aufwendungen von 34,9 Millionen gegenüberstehen. Im Ergebnisplan steht ein Plus von mehr als einer Million Euro, ein Gesamtplus von 755.500 Euro. Für 2017 hat Fröhlich einen Gesamtertrag von 34,8 Millionen Euro errechnet, dem Aufwand von 36,1 Millionen Euro gegenüberstehen. Doch trotz Defizits dürfte die Kommunalpolitik zustimmen. „Die Investition in Schulen sind gute Kredite. Es sind nachhaltige Werte“, setzt Trampe auf eine Vernunftentscheidung. Der 35-Jährige weiß aber auch: „Haushalte sind die Herausforderung der Zukunft.“

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erstellt am 28.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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