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Pinneberger Tageblatt

16. Januar 2017 | 14:02 Uhr

Rat sagt Ja: Thun kann zu Ende bauen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rathausquartier Fünfter und letzter Baukörper soll Anfang 2017 entstehen / Letzter Auftritt von Otto Sajitz als Bürgervorsteher

Es war mit Tagesordnungspunkt 14 während der Halstenbeker Ratssitzung der letzte Diskussionspunkt – und der kontroverseste. Um etwa 21.30 Uhr dürfte Björn W. Thun, Geschäftsführer der TTS Projektgesellschaft Rathausquartier und der Diedrich Thun. Elmshorn Bauunternehmung, durchgeatmet haben: Von Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann persönlich erhielt Thun die digitale Nachricht, dass um 20.15    Uhr die Gemeindevertretung mehrheitlich für den Weiterbau – sprich die Realisierung des fünften Baukörpers – entschieden hat.

Vorausgegangen war ein Für und Wider der Rettung oder Fällung von vier angrenzenden, etwa 45 Jahre alten Birken. Erhalten oder nicht – mit dem Antrag der SPD-Fraktion konnten sich schließlich 15 Mitglieder erwärmen. Neun sagten Nein, sechs enthielten sich.

Im Kern lautet die Abstimmungsvorlage: „Dem Antrag auf Fällung der beiden in der 1. Änderung des B-Planes Nr. 52 zum Erhalt festgesetzten Birken und dem Antrag auf Fällung von vier gemeindeeigenen Birken wird mit der Auflage stattgegeben, dass je Baum auf dem Gelände der Firma Thun/Rathausquartier eine Ersatzpflanzung eines ökologisch höherwertigen Baumes vorgenommen wird.“

Und weiter: „Es ist eine Fertigstellungspflege und eine Entwicklungspflege für die Anpflanzung von insgesamt fünf Jahren von dem Antragsteller durchzuführen. Die gesamte Sportplatzinfrastruktur, wie Sportplatzweg, 400m-Laufstrecke und vorhandene Leitungen, sind zu schützen und es ist eine Wurzelbarriere zu verbauen.“ Die Baumart und Baumqualität soll im Einvernehmen zwischen Firma Thun, ALU und Umweltberater der Gemeinde festgelegt werden.

Kontrovers war es, weil beispielsweise CDU-Ratsherr Helmuth Ahrens sein verlorengegangenes Vertrauen gegenüber dem Investor vehement betonte. Dem Christdemokrat stößt es mächtig auf, dass Thun mehrmals gegen die von der Politik abgesegnete Vorgabe für die Quartiergestaltung verstoßen habe. Kontrovers, weil auch Ratsfrau Marlies Hennecke (SPD), seit 23 Jahren im Bauausschuss, künftig auf so genannte Dispensen – die Aufhebung einer Verpflichtung – verzichten möchte. Dann müsste künftig genau das gebaut werden, was die Politik beschlossen habe.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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