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Pinneberger Tageblatt

01. Juni 2016 | 01:43 Uhr

Stadtradeln in Pinneberg : Radfahren und Klima schützen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zum zweiten Mal nimmt die Stadt an dem landesweiten Radfahr-Wettbewerb teil. Pinneberg und Elmshorn im Duell.

Pinneberg | Ab auf den Sattel und losradeln: Vom 7. bis 27. Juni ruft die Stadt das zweite Mal zum Stadtradeln auf. Bereits im vergangenen Jahr traten 207 Pinneberger fleißig in die Pedale. Und radelten fast einmal um den Äquator: Ganze 42.680 Kilometer legten sie im Rahmen der Aktion zurück.

Worum geht’s beim Stadtradeln genau? Es handelt sich um eine landesweite Aktion des Deutschen Klimabündnisses. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September wird in der ganzen Bundesrepublik eifrig geradelt – von Ahrensburg bis Aachen nehmen Kommunen teil. Drei Wochen lang werden die Bürger dazu aufgerufen, das Auto mal stehen zu lassen und auf’s Rad umzusteigen. Vor allem im Sinne des Klimaschutzes. Laut Umfragen des Umweltbundesamtes von 2011 besäßen zwar etwa 78 Prozent der Deutschen ein Fahrrad. Doch der Anteil aller Wege, die in Deutschland zurückgelegt werden liege nur bei zehn Prozent. Da ist noch Luft nach oben.

In Pinneberg holte Ulf Brüggmann vom Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) die Aktion in die Kreisstadt. Für die Umsetzung wurde das Pinneberger Organisations-Team rund um Brüggmann bereits mit dem Bürgerzukunftspreis geehrt. „Die Stadt Pinneberg ist ideal für Radfahrer, weil man von jeder Stelle nur drei, vier Kilometer bis ins Zentrum zurücklegen muss“, schwärmt der 49-Jährige. Und auch die Baustellen seien kein Problem. „Gerade wegen der vielen Baustellen ist man als Radfahrer schneller unterwegs“, sagt Brüggmann. Er selbst schwingt sich mit Begeisterung auf den Sattel, im Alltag zum Brötchen holen sowie auf Reisen quer durch Europa. Im vergangenen Jahr belegte er den zweiten Platz beim Stadtradeln. 882 Kilometer legte Brüggmann in den drei Wochen mit seinem Drahtesel zurück.

Brüggmanns Ziel für’s Stadtradeln 2015: „Wir wollen Pinneberg ein Stück nach vorn bringen und mehr Kilometer als Elmshorn radeln“, sagt er. Die Städte haben ein Duell ausgerufen. „Wir sind dem Elmshorner ADFC freundschaftlich verbunden und haben uns mit ihnen auf den Termin im Juni geeinigt“, sagt Brüggmann. In Elmshorn wurde bisher drei Mal im September geradelt. Vergangenes Jahr nahmen 830 Elmshorner teil, die insgesamt 190.000 Kilometer zurücklegten. Brüggmann hofft für Pinneberg auf ähnliche Zahlen. „Bisher haben wir 46 Anmeldungen und insgesamt 13 Teams“, sagt er. Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder, Arbeitskollegen und Schüler können Teams bilden. Für „Einzelradler“ gibt es eine offene Gruppe. „Und jeder Kilometer zählt, egal, ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit geradelt wird“, sagt Brüggmann. Tachos gebe es während der Aktion zum Preis von zehn Euro. Und die ersten Kilometer können gleich zum Auftakt am Sonntag, 7. Juni , bei der traditionellen Radtour des A. Beig-Verlags in Kooperation mit dem ADFC Pinneberg gefahren werden.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Teilnehmer mit Internetzugang registrieren sich mit ihrem Namen und ihrer E-Mail-Adresse für den Online-Radelkalender. Nach erfolgreicher Registrierung können dann dort die Kilometer eingetragen werden, die automatisch dem Team und der Kommune gutgeschrieben werden. Das ist auch via App für Andorid- und iOS-Geräte möglich. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich im Rathaus. Bismarckstraße 8, anmelden. Dort werden Kilometer-Erfassungsbögen bereitgestellt. Die Teilnahme ist kostenlos. www.stadtradeln.de
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erstellt am 09.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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