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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 17:32 Uhr

Posse um Haslohs neue Riesen-Schilder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verkehrszeichen Bauhof rätselt darüber, wie sie aufgestellt werden müssen

Da sind sie ja endlich – jetzt wird alles gut und vor der Schule am Garstedter Weg in Hasloh endlich langsam gefahren. Könnte man wenigstens meinen.

Doch die entsprechenden Verkehrszeichen, auf die die Gemeinde so lang gewartet hat, stellen die Mitarbeiter des Bauhofs vor eine Herausforderung: Die 1,80 Meter großen Teile müssen fachgerecht angebracht werden. „Die Masten müssen in einem Fundament verankert werden“, erklärte Bauhofmitarbeiter Sven Remstedt. Doch wie tief das Fundament sein soll, weiß er nicht. „Bei der Größe muss man auch die Windanfälligkeit bedenken – immerhin sind das gut eineinhalb Quadratmeter Fläche“, sagte der Handwerker.

Hinzu kommt, dass die Schilder auf keinen Fall auf die Straße hineinragen dürfen. „Sie müssen außerdem 2,25 Meter über dem Gehweg angebracht werden“, erläuterte Remstedt. Das könnte möglicherweise dazu führen, dass die Pfosten mitten auf dem Gehweg stehen – einigermaßen ungünstig auf der nördlichen Seite des Garstedter Wegs: Der Fußweg ist ohnehin schmal und zudem darf er auch von Radfahrern genutzt werden.

In Auftrag gegeben wurden das Sonderzeichen von der Verwaltung. „Es handelt sich um eine Sonderanfertigung: Das Verkehrszeichen 136 – Achtung Kinder – in Kombination mit Zeichen 274-53 – Tempo-30 sowie der Zeitangabe“, erläuterte Uwe Scharpenberg, Fachbereichsleiter Tiefbau. Bestellt worden seien sie gemäß der Anordnung, die der Kreis geschickt habe. Die Größe von Verkehrszeichen richte sich dabei nach der erlaubten Geschwindigkeit. „Vor dem Schild sind das 50 Stundenkilometer – entsprechend groß muss das Schild sein, damit Autofahrer es rechtzeitig sehen können“, sagte Scharpenberg weiter.

Auch die Stabilität und Höhe der 4,50 Meter langen Masten, die mitsamt den Schildern in Hasloh angeliefert wurden, ist vorgeschrieben. „Alle Kriterien, wie Schilder aufzustellen sind, sind in der ,Industrie-Norm für Aufstellvorrichtungen von Standardverkehrszeichen‘, kurz: IVZ-Norm, festgeschrieben“, erklärt ein Mitarbeiter der Herstellerfirma. Womöglich muss die Gemeinde für das Aufstellen nun doch Geld für eine Fachfirma ausgeben, die weiß, wie’s geht.

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erstellt am 26.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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