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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 23:19 Uhr

Knüppelattacke auf Joachim Kebschull : Polizei fehlt heiße Spur zum Angreifer des Oersdorfer Bürgermeisters

vom
Aus der Onlineredaktion

Bürgermeister Joachim Kebschull geht es besser, nachdem er niedergeschlagen wurde. Wer der Angreifer war, bleibt ein Rätsel.

Oersdorf | Nach der Knüppelattacke auf den Oersdorfer Bürgermeister Joachim Kebschull ermittelt die Polizei weiterhin in alle Richtungen. Eine heiße Spur gebe es in dem Fall noch nicht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Der 61-Jährige befindet sich auf dem Weg der Besserung. Laut Vize-Bürgermeister Hans-Herrmann Gravert will Kebschull noch in dieser Woche seine Arbeit wieder aufnehmen. Kebschull habe in einem Telefonat gesagt, er habe bei dem Angriff am Donnerstagabend eine leichte Gehirnerschütterung erlitten.

Rassistische und fremdenfeindliche Gruppen schüren Angst und Ressentiments in der Bevölkerung gegen Flüchtlinge und Zuwanderer. Gegen den Oersdorfer Bürgermeister hatte es viele Anfeindungen gegeben, weil er sich für Flüchtlinge einsetzte.

Es ist nach wie vor unklar, ob es sich bei dem Vorfall in der vergangenen Woche um eine fremdenfeindliche Tat handelt. Es hatte vor der Attacke Drohbriefe gegeben, die sich auf einen inzwischen verworfenen Plan bezogen, Flüchtlinge in einem Haus im Dorf unterzubringen.

<p>Der Bürgermeister Joachim Kebschull (Oersdorfer Wählervereinigung).</p>

Der Bürgermeister Joachim Kebschull (Oersdorfer Wählervereinigung).

Foto: dpa
 

Ein Unbekannter hatte Kebschull am Donnerstagabend mit einem Knüppel oder Kantholz vor einer Ausschusssitzung der Gemeinde im Kreis Segeberg niedergeschlagen. Zuvor waren an den 61-Jährigen bereits rassistische Parolen und Bombendrohungen gerichtet worden, sechs Polizisten mussten die Sitzung sichern. Dabei sollte es auch um die Zukunft eines alten Bauernhauses gehen, in dem nach mittlerweile verworfenen Plänen auch Flüchtlinge unterkommen sollten.

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erstellt am 04.Okt.2016 | 12:06 Uhr

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