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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 05:12 Uhr

Senioren im Straßenverkehr : Polizei empfiehlt Selbstkritik und Tests

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreis Pinneberg | Der Anteil der durch Senioren verursachten Unfälle ist zwar geringer als ihr Anteil an der Bevölkerung. „Dafür haben ihre Unfälle meist schlimmere Folgen“, wie Jan Lewering, stellvertretender Leiter der für den Kreis Pinneberg zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg, bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik erläuterte. 312 Verkehrsunfälle mit Senioren als Verursacher gab es im Jahr 2015 im Kreis Pinneberg. Leicht verletzt wurden dabei 192 Menschen, ums Leben kamen drei. Und während bei jungen Fahrer vor allem zu hohes Tempo zu mehr Unfällen führt, ist die Lage bei der Gruppe der Ü65 eine andere. Lewering: „Bei ihnen ist die Ursache oft mangelndes Erkennen von komplexen Verkehrssituationen.“

Wohl auch deshalb setzt sich die Polizei dafür ein, dass Senioren selbstkritisch immer wieder ihre eigene Fahrleistung einschätzen. Teilweise werden sogar Tauschaktionen angeboten: Wer seinen Führerschein abgibt erhält eine Freikarte für Bus- und Bahn. Silke Westphal, Sprecherin der Polizeidirektion Bad Seegeberg, sagt, man setze bei der Einschätzung der Fahrtüchtigkeit zum einen auf Selbsterkenntnis. Sie empfiehlt aber auch eine Fahrstunde unter professioneller Begutachtung eines Fahrlehrers. „Grundsätzlich ist so etwas immer eine gute Möglichkeit, um festzustellen, wie gut man noch fahren kann.“ Eine Kontrollstunde in der Fahrschule sei aber nicht nur für Senioren zu empfehlen, sondern auch nach einer längeren Auszeit am Steuer: „Das steigert immer die eigene Sicherheit, aber auch die der anderen Verkehrsteilnehmer“, sagt Westphal.

 
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erstellt am 09.Aug.2016 | 09:32 Uhr

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