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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:58 Uhr

Eine neue Kita für Appen : Politik erteilt Sanierung eine Absage und will einen Neubau hinter dem Bürgerhaus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Appen | Die Gemeinde Appen bekommt einen neuen Kindergarten. Die Grundsatzentscheidung haben die Mitglieder des Schulausschusses am Dienstagabend einstimmig gefällt. Die Gemeindevertretung muss den Vorschlag allerdings noch absegnen. Der Ort steht schon fest: Hinter dem Bürgerhaus an der Hauptstraße befindet sich ein großes Grundstück, das der Gemeinde gehört. Dort soll die neue Kita entstehen.

Die Sanierung der bestehenden Einrichtung auf dem Grundstück der St-Johannes–Kirchengemeinde ist damit vom Tisch. Dirk David (CDU) erläuterte den Stand der Vorbereitungen durch die Arbeitsgruppe. Weil der Umbau der Kita bei laufendem Betrieb durchgeführt werden müsste und enorme Umbauten erforderlich sind, wäre dieser sehr teuer. Die Arbeitsgruppe hat beim Architekten Burkhardt Koriath aus Elmshorn eine Kostenschätzung beider Optionen eingeholt. Demnach würde eine Sanierung 1,8 Millionen kosten. Dazu kommen Nebenkosten, zum Beispiel für Container, die übergangsweise angemietet werden müssten. Dieser würde noch einmal mit etwa 200.000 Euro zu Buche schlagen. Als Vergleichswert für eine neue Kita hat die Arbeitsgruppe die in Tornesch geplante Einrichtung genommen. Die Kostenschätzung liegt hier bei zwei Millionen bis 2,5 Millionen Euro. Nach bisherigem Stand gibt es für den Neubau in Appen keine Fördermöglichkeiten. Die Politiker waren sich einig, dass unter diesen Voraussetzungen eine Sanierung keinen Sinn macht und stimmten geschlossen für den Neubau. „Für mich geht damit ein Herzenswunsch in Erfüllung“, sagte Heidrun Osterhoff (FDP) nach der Abstimmung.

Auch die Platzprobleme der Grundschule waren Thema im Ausschuss. David erläuterte, dass eine Dringlichkeitsliste erarbeitet worden sei, und dass der Architekt Koriath bis Ende Juni einen Kostenvoranschlag vorlegen will. Bisher seien keine Fördermittel von Land und Bund zu erwarten. Allerdings erhofft sich David Zuschüsse von der AktivRegion. Osterhoff kritisierte, dass es keine Fördermittel vom Bund gibt. Da die Platzprobleme vor allem durch die Inklusion und den dadurch erhöhten Personalbedarf entstanden sind, sei es „nicht akzeptabel“, dass die Kommune die vollen Kosten trage. Der Ausschussvorsitzende Hans Martens (SPD) stimmte ihr zu, meinte aber, die Gemeinde müsse „in diesen sauren Apfel beißen“.

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erstellt am 26.Mai.2016 | 16:33 Uhr

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