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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Pinnebergs neue Oase ist fertig

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

baumpark Eingangstor zum Regionalpark Wedeler Au / 4900 Quadratmeter großes Areal soll Naherholung und Umweltbildung bieten

Baumaschinen rattern im Hintergrund. Direkt nebenan entsteht die neue Parkstadt Eggersteht mit 250 Wohneinheiten. Pinnebergs neuer Stadtteil wächst. Die ersten Bewohner haben bereits ihre Häuser bezogen. Wenn sie Erholung brauchen, haben sie es nicht weit. Am Ende der Straße An der Raa finden sie Schleswig-Holsteins ersten Baumpark mit den seit 1989 benannten „Bäumen des Jahres“. Er ist fertig. Gestern wurde er feierlich eröffnet. Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) sprach von einem Vorzeigeprojekt.

Die Stadt stellte die Fläche und 20 Bäume zur Verfügung, den Rest besorgte ein Netzwerk aus Projektsteuerungsgruppe – allen voran der Regionalpark Wedeler Au, der Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland und die Landschaftsarchitekten Wolfram Munder vom Büro Munder und Erzepky Landschaftsarchitekten bdla –, Unterstützern und Sponsoren. 100  000 Euro stecken in der Gestaltung des 4900 Quadratmeter großen Areals, dazu kommen 20  000 Euro für die Umweltbildung. Frank Schoppa, Vorsitzender des Fördervereins und Geschäftsführer des Baumschulverbandes BdB Schleswig-Holstein sagt: „Die Vernetzung von öffentlichem und bürgerschaftlichem Engagement für grüne Projekte – das ist das Erfolgsrezept.“ Drei Jahre lang wurde gepflanzt, aufgeschüttet, gestaltet. Siebtklässler der Theodor-Heuss-Schule stellten während einer Projektwoche multimediale Informationen über die einzelnen Bäume zusammen. Sogar Hörbeiträge haben sie erstellt. Jetzt führen sie die Besucher im Park herum und zeigen ihr Ergebnis. Der 13-jährige Angelo macht’s vor: Er hält sein Smartphone über eine der Infotafeln und scannt den QR-Code. Kurz darauf erscheinen die Informationen zur Schwarzerle, dem Baum des Jahres 2003, auf seinem Bildschirm. Der 13-Jährige grinst, dann sagt er: „Die Schwarzerle wird bis zu 120 Jahre alt, das hat mich überrascht.“ Von dem Projekt ist er überzeugt. Es habe Spaß gemacht. Und es sei gut, dass es einen solchen Ort gebe, „ansonsten würden die Bäume des Jahres in Vergessenheit geraten“, glaubt Angelo. Drei seiner Klassenkameraden sitzen auf einer der Bänke und ruhen sich aus. „Genau so haben wir uns das vorgestellt“, witzelt Barbara Engelschall, Geschäftsführerin des Regionalparks Wedeler Au. Naherholung und Umweltbildung – das sollen die Menschen im Baumpark Pinneberg finden. Zudem ist er Eingangstor zum Regionalpark. Die Anlage soll sich mit Knicks und Wildblumenwiesen harmonisch in das Landschaftschutzgebiet der Rahwischniederung einfügen. Während Politiker, Sponsoren, Förderer und Vereinsvertreter auf den neuen Baumpark anstoßen, haben Eltern ein paar hundert Meter weiter keinen Grund zum Feiern. Sie warten auf die Sanierung des Kinder- und Jugendtreffs Komet – insbesondere seiner Grünfläche. Der Bolzplatz sei kaum bespielbar, beklagen sie (wir berichteten). Auf die große Wiese in der Nachbarschaft können sie nicht ausweichen. Da stehen jetzt Bäume.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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