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Pinneberger Tageblatt

26. März 2017 | 09:30 Uhr

Einwohnerversammlung : Pinneberger gestalten die City

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

An runden Tischen entwickelten 130 zum Teil sehr junge Bürger Ideen für eine modernere Innenstadt.

Pinneberg | Wenn Pinnebergs Bürger ihre Innenstadt überplanen dürften, würden sie auf jeden Fall Platz für ein Kino und ein abwechslungsreicheres gastronomisches Angebot schaffen, die Öffnungszeiten des Einzelhandels vereinheitlichen und die Aufenthaltsqualität der Stadtbücherei steigern. Das ist das Ergebnis eines Brainstormings während der Einwohnerversammlung am Dienstag. Einziger Tagesordnungspunkt: die Zukunft der Pinneberger Innenstadt.

In Sechsergruppen trafen sich die Teilnehmer an jeweils einer runden Pappscheibe, die sie später auf ihren Knien balancierend als Unterlage nutzten. Moderatorin Kerstin Schulenburg bat zunächst darum, die positiven Aspekte der City zu benennen, später durften die Bürger Aufgaben verteilen – an die Verwaltung und die Wirtschaft, aber auch an die Pinneberger.

Vieles an der Innenstadt wird geschätzt

„Wir wollen künftig von dem, was gut ist an der Pinneberger Innenstadt, mehr haben“, sagte Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk. Und ihre Zuhörer, darunter auch der Geschäftsführer des VfL Pinneberg, Uwe Hönke, Museumsleiterin Ina Duggen-Below und der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel, machten begeistert mit. Dabei wurde deutlich: Es gibt viel, was die Pinneberger an der Innenstadt schätzen. Die Feste etwa, das Weihnachtsdorf, die Drostei, die Nähe zum Bahnhof, die familiär-entspannte Atmosphäre, die Wochenmärkte und kurzen Wege, die Pflasterung der Fußgängerzone, die Sitzgelegenheiten, das Theater an der Lindenstraße, die Fußläufigkeit, die hohe Zahl der Fahrradständer und das neue Parkhaus.

Aber es sind viele Wünsche offen, überwiegend solche, die die Attraktivität des Stadtkerns steigern könnten. Vor allem die jungen Bürger, 15 von ihnen waren zur Einwohnerversammlung gekommen, setzten sich für ein Kino ein, brachten neue Bars und Kneipen ins Gespräch. Die Bürger forderten eine Entwicklung des Drosteivorplatzes, einen verbesserten Zugang zur Pinnau, die weitere Reduzierung der Leerstände, mehr Grün und eine bessere Anbindung der Dingstätte. Der Wunsch nach einem Orientierungsplan wurde ebenso vermerkt wie der nach einem Kulturzentrum in der Ernst-Paasch-Halle.

Bürger wollen selbst Verantwortung übernehmen

Gleichzeitig zeigten sich alle Teilnehmer offen dafür, selbst Verantwortung zu übernehmen. Sie sind bereit, die Innenstadt durch Anpflanzungen aufzuwerten, forderten dazu auf, in den Geschäften vor Ort einzukaufen, das kulturelle Angebot noch stärker zu nutzen und sich als Paten für die Grünpflege zur Verfügung zu stellen.

„Es gab viele gute Ideen“, sagte Wirtschaftsförderer Stefan Krappa und versprach, die Ergebnisse würden ausgewertet und in die Arbeitsgruppen getragen, die sich aus den sogenannten City-Gesprächen entwickelt haben. Darin sitzen Vertreter von Politik und Verwaltung, Citymanagement, Vermieter, Unternehmer und Vereine.

Politik und Verwaltung bekamen zudem in Form von Anträgen konkrete Arbeitsaufträge. Die Bürger regten den Bau eines Zebrastreifens Moltkestraße an, möchten den dunklen Tunnel zwischen Bahn und Rellau aufgewertet wissen, wünschen sich öffentliche Toiletten, Kunst in der City, ein Stadtfest für alle Generationen, eine schnellere Abfuhr der markierten Schrottfahrräder und die Instandsetzung der ramponierten Fahrradständer.

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erstellt am 09.Mär.2017 | 15:30 Uhr

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