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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 03:10 Uhr

Reaktionen aus dem Netz : Pinneberg: Keine Warnung mehr vor durchfahrenden Zügen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Bahnhof in Pinneberg werden ab August keine durchfahrenden Züge mehr angekündigt. Bahnwartende müssen künftig selbst Ausschau halten, ob ein Zug mit bis zu 160 Kilometern in der Stunde am Bahnsteig vorbeirast.

Pinneberg | Die Bahnsteige am Bahnhof in Pinneberg sind an vielen Stellen schmal. Wenn dort ein Zug durchfährt, kann einem schon ein wenig mulmig werden. Gut, wenn die Zugwartenden rechtzeitig auf heranpreschende Züge aufmerksam gemacht werden. Doch damit ist Ende Juli Schluss.

Laut Bahn nutzen täglich 16.500 Menschen den Bahnhof. 225 Züge halten in Pinneberg, darunter 140 S-Bahnen. 115 Züge durchfahren den Bahnhof – teilweise auch auf einem Gleis nicht unmittelbar neben dem Bahnsteig. 

„Achtung, ein Zug fährt durch“: Diese Ansagen werden Reisende in Pinneberg bald nicht mehr hören. Die Deutsche Bahn will schon ab August auf die Ankündigung durchfahrender Züge verzichten. Warum? Um vor Lärm zu schützen.

Sicherheit gehe vor, erklärt Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Bahn. Aber nach eingehender Prüfung sei man zu dem Schluss gekommen, dass die Durchsagen nicht nötig seien, da die gesetzlichen Vorgaben am Bahnhof Pinneberg eingehalten werden: Die Züge fahren nicht schneller als 160 Kilometer pro Stunde, und auf den Bahnsteigen befinden sich Schraffierungen.

Auch auf optische Warnungen vor vorbeifahrenden Zügen können sich Zugwartende aber nur bedingt verlassen. Immer wieder fallen die Anzeigentafeln aus oder zeigen die Ankündigungen nicht richtig an.

Foto: Oster
 

Dass eine solche Änderung für Gesprächstoff unter Bahnnutzern sorgt, ist nachvollziehbar. In den sozialen Netzwerken reagieren einige User mit Unverständnis über die geplante Abschaffung der Warnhinweise.  Auf Twitter schreibt @schaufeltrage:

Andere Nutzer reagieren mit einem Hauch von Sarkasmus. @ChrisPannier schreibt als Reaktion:

Auf Facebook schildert ein User seine Erfahrung am Bahnhof in Pinneberg. Aber es gibt auch Fürsprecher der Bahn:

In der Zwischenzeit hat auch die Bahn selbst in die Diskussion eingegriffen. Auf eine direkte Anfrage, die das Unternehmen via Twitter erhalten hat, antwortete die Bahn ebenfalls in dem sozialen Netzwerk:

 

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erstellt am 12.Jul.2016 | 10:15 Uhr

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