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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 15:16 Uhr

Aktionswoche der Jugendarbeit : Pinneberg fördert den Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Acht Einrichtungen im Kreis stellen ihr Angebot vor. Auftaktveranstaltung: 4. Juni am Rathausplatz Pinneberg.

Pinneberg | Spiel, Spaß, Sport und dabei Menschen kennenlernen: Die Arbeit von Jugendzentren trägt zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung von Mädchen und Jungen bei. Auf die Bedeutung der Einrichtungen soll nun in der „Woche der offenen Kinder- und Jugendarbeit“ (Wokja) in Schleswig Holstein von Sonnabend bis Sonntag, 4. bis 10. Juni, aufmerksam gemacht werden. Auf dem Pinneberger Rathausplatz werden bei der Auftaktveranstaltung am Sonnabend, 4. Juni, acht Jugendeinrichtungen aus dem Kreis ihr Programm präsentieren.

Das Netzwerk Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA-SH) ist ein informeller Zusammenschluss von Mitarbeitern aus den Jugendeinrichtungen Schleswig-Holsteins. Hauptthema der Aktionswoche ist in diesem Jahr die politische Bildung im Hinblick auf die Landtagswahl, bei der erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren über die Zusammensetzung des Landtages mitentscheiden können. Beteiligte Jugendeinrichtungen der Auftaktveranstaltung: Geschwister-Scholl-Haus Pinneberg, Schüler- und Jugendtreff Club Nord, Pinneberg, Offener Kinder- und Jugendtreff Komet Pinneberg, JubA23 Halstenbek, JUKS Schenefeld, Kinder- und Jugendzentrum Wedel, Kinder- und Jugendzentrum Bönningstedt und JUgendRAum Hasloh. www.okja-sh.de

Um 11 Uhr beginnt die Veranstaltung, die die Vielfältigkeit der offenen Jugendarbeit zeigen soll. Es gilt Breakdance, Jonglieren und Trommeln auszuprobieren. Außerdem wird ein Magier die Besucher verzaubern. Dabei soll die Veranstaltung nicht nur die Jugendlichen und deren Eltern informieren, sondern sich auch an die Politik richten. „Vielen Gruppen fehlt es an Projektmitteln und Arbeitskräften“, erklärt Jens Schmidt, Leiter des Geschwister-Scholl-Hauses (GSH) in Pinneberg. „Unsere Arbeit wird oft gar nicht wahrgenommen, wir würden uns eine größere Aufmerksamkeit erwünschen“, so Schmidt.

Die Aktionswoche unter dem Motto „Frei Raum Bildung“ wird bereits zum zweiten Mal geplant. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt. Ministerin Kristin Alheit (SPD) übernimmt die Schirmherrschaft. Es soll auf Prinzipien wie Freiheit, Offenheit und Interessenorientierung aufmerksam gemacht werden. „Die Akzeptanz des Menschen steht immer im Mittelpunkt“, sagt Schmidt.

„Wir beginnen mit der Auftaktveranstaltung in Pinneberg. Am Sonntag ist im KiJu in Bönningstedt ‚Tag der offenen Tür‘, am Dienstag bieten wir Kegeln an und am Donnerstag schwimmen wir im Rahmen des Programms ‚Fit in den Sommer’ mit den Kindern“, beschreibt Tinka Niehusen ihre Planung für die Woche. Sie leitet das Kinder- und Jugendzentrum (KiJu) Bönningstedt und den Jugendraum (JuRa) in Hasloh. Die Angebote gibt es online unter www.jura.hasloh.de. Viele Einrichtungen haben im Rahmen der Aktionswoche gesonderte Öffnungszeiten und Angebote.

Schön ist die Trennung

„Das Schöne bei der Jugendarbeit ist, dass der Mensch und sein Handeln getrennt werden“, sagt Niehusen. Die Pädagogen betreuen die Acht- bis 21-Jährigen nicht nur, sondern sind oft wichtige Ansprechpartner. „Jugendzentren sind soziale Übungsfelder“, erklärt Torsten Boettcher vom KiJuz Wedel. „Von der Schule unterscheidet die Jugendarbeit, dass es keinen Lehrplan gibt“, ergänzt seine Kollegin Lia Thüne. In den vergangenen Jahren sei die Kooperation mit Schulen stärker geworden, insbesondere durch das Konzept der Ganztagsschule.

Bei der Auftaktveranstaltung in Pinneberg bringt jede Einrichtung ein rotes Sofa mit, auf dem Menschen unterschiedlichen Alters und Interessenlagen in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch kommen und sich informieren können. „Das Sofa ist ein Symbol für den Freiraum in den Jugendgruppen. Dort passiert ganz viel: Gemütlichkeit und Spiele ebenso wie ernste Gespräche“, sagt Thüne. Und genau auf diese Vielseitigkeit wollen die Pädagogen hinweisen.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 14:00 Uhr

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