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Pinneberger Tageblatt

30. September 2016 | 22:18 Uhr

Ortsentwicklungskonzept für Appen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Planung CDU und SPD im Bauausschuss einig / Themen umfassen Schule, Kindergarten und die Sporthalle Distelkamp

Wenn die Gemeindevertreter zustimmen, könnte es für Appen demnächst ein Ortsentwicklungskonzept geben. Die Mitglieder des Bauausschusses nickten jetzt einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion ab. Ziel ist es, für die anstehenden Projekte in der Gemeinde einen Rahmen und damit Planungssicherheit für mindestens 20 Jahre zu schaffen. Der Neubau eines Kindergartens, die umfangreiche Sanierung der Grundschule und nun auch noch die Erneuerung der Heizungsanlage in der Sporthalle Distelkamp - Appen steht vor großen logistischen und finanziellen Herausforderungen. „Wir müssen uns langfristig Gedanken machen, wie wir diese vielen großen Projekte verknüpfen können“, sagte Simon Brüsch (CDU, kleines Foto). Gastronomie, Sport, Verkehr, Nahversorgung, Bildung und ein modernes Energiemanagement sind die Themen, die die Christdemokraten in das Ortsentwicklungskonzept einfließen lassen wollen.

„Wir möchten bis Ende des Jahres eine Arbeitsgruppe mit jeweils einem Mitglied pro Fraktion zusammenstellen. Sie überlegen, wie der endgültige Arbeitskreis aussehen soll“, so Brüsch. Und da könnten alle Appener Bürger gefragt sein. Zustimmung kam vor allem aus der SPD-Fraktion. „Ich freue mich über den Antrag, denn davon reden wir schon seit Jahren“, sagte Stefan Puttmann (SPD, kleines Foto). Die Gemeinde brauche das Ortsentwicklungskonzept und habe viel zu lange damit gewartet. So sieht es auch sein Fraktionskollege Walter Lorenzen. „Wenn wir dieses Konzept eher gehabt hätten, wäre manche Planung vielleicht anders gelaufen“, sagte er und nannte als Beispiel den Bildungsbereich. „Vielleicht hätten wir dann jetzt ein Schul- und Kindergartenzentrum“, so Lorenzen.

Der Christdemokrat Thorsten Lange wurde noch deutlicher. „Die Gemeinde wächst und wächst, und wenn wir Wildwuchs verhindern wollen, müssen wir die Projekte strukturieren“, sagte er. Die Vorsitzende des Bauausschusses, Heidrun Osterhoff (FDP), hält dagegen eine Planung für 20 oder mehr Jahre für unrealistisch und unnötig. „Bislang haben wir alle großen Entscheidungen ohne Arbeitskreis getroffen, dafür mit Augenmaß und Erfahrung“, sagte sie. Sie enthielt sich bei der abschließenden Abstimmung, sagte jedoch eine Teilnahme der Fraktion an der Arbeitsgruppe zu.

Die Entscheidung für das Ortsentwicklungkonzept kommt zu einem Zeitpunkt, da die Gemeinde neben Kindergartenneubau und Schulsanierung ein weiteres Großprojekt finanziell stemmen muss. Im Juni wurde die Heizungsanlage in der Sporthalle Distelkamp wegen gravierender technischer Mängel und Brandgefahr stillgelegt. Inzwischen haben sich Fachleute damit beschäftigt und empfehlen der Gemeinde in einer kurzen Stellungnahme den Einbau einer neuen Anlage. Erste Schätzungen gehen von Kosten in Höhe von 130  000 Euro aus. Allerdings könnte sich die Ausgabe innerhalb von fünf Jahren amortisieren, denn die Halle verursacht horrende Energiekosten. Zunächst wird jetzt geprüft, ob sich die alte Anlage übergangsweise in Betrieb nehmen lässt, um während der kommenden Woche den Sportbetrieb in der voll ausgelasteten Halle sicherzustellen.


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erstellt am 22.Sep.2016 | 18:35 Uhr

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