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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Verkehrsprojekte im Kreis Pinneberg : Nur wenig Chaos durch Baustellen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Derzeit läuft es bei den großen Bauprojekten im Kreisgebiet fast überall nach Plan.

Bönningstedt | Das Landesverkehrsministerium geht davon aus, dass der Ausbau der Autobahn 7 auf schleswig-holsteinischem Gebiet wie geplant Ende 2018 abgeschlossen sein wird. Dies berichtete Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Montagabend während eines Besuchs in Bönningstedt. Lediglich einige der insgesamt 72 Brücken auf der 65 Kilometer langen Strecke hätten zu Verzögerungen geführt. „Wir glauben, dass wir den Fehler jetzt behoben haben“, sagte er.

Dass die Verkehrssituation derzeit insbesondere für Pendler nicht optimal sei, wisse er, sagte Meyer. Mit einigen Nachteilen werde man jedoch leben müssen, etwa damit, dass es weder derzeit in Bönningstedt noch später in Hasloh temporäre Ersatzbrücken geben wird, um die jeweilige Gemeinde mit Norderstedt zu verbinden. Die Umleitung über die Nachbargemeinde müsse genauso in Kauf genommen werden, wie der zusätzliche Verkehr, sagte Meyer. „Die Verträge über den A  7-Ausbau sind fertig, es besteht jetzt keine Chance mehr, eine Ersatzbrücke einzurichten“, sagte er.

Das zweite große Verkehrsprojekt für den Kreis Pinneberg, über das Meyer am Montagabend gesprochen hat, ist die Umwandlung der Bahnstrecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen von einer AKN- zu einer S-Bahn-Linie. „Seit Freitag sind wir überzeugt davon, dass wir das Projekt S21 finanzieren können“, sagte Meyer. Grund hierfür sei, dass der Bund beschlossen hat, die Regionalisierungsmittel anzuheben: Schleswig-Holstein soll bis 2030 jährlich 30 Millionen Euro mehr für seinen Schienenverkehr erhalten. „Damit können wir unter anderem die jährlichen Betriebskosten nach dem S-21-Ausbau finanzieren“, sagte Meyer.

Das Verkehrsministerium gehe davon aus, dass mit dem Umbau der Bahnstrecke im März 2018 begonnen wird. Am 1. Juni habe das Land die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren des schleswig-holsteinischen Gebiets eingereicht. Meyer gehe davon aus, dass diese in wenigen Wochen öffentlich ausliegen werden – für den Hamburger Streckenteil ist dies bereits der Fall.

Daran, dass die S-Bahn-Linie 21 in einigen Jahren bis in den Kreis Pinneberg fahren wird, schien Meyer am Montag nicht mehr zu zweifeln. Unsicher sei jedoch, bis zu welcher Haltestelle. „Ellerau ist derzeit ein Problembereich“, sagte er. Zwischen Quickborn und Tanneneck verläuft die AKN-Strecke derzeit eingleisig. Für den Ausbau müsste die Strecke jedoch nicht nur elektrifiziert werden, sondern es ist geplant, ein zweites Gleis zu bauen. Die Anwohner der Bahnstraße in Ellerau sind überwiegend dagegen. „Alternativ müsste die S-Bahn in Quickborn enden“, sagte Meyer.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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