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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 15:13 Uhr

Anstoss – Die HSV-Kolumne : Nur Kühne-Millionen reichen nicht aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Trotz EM in Frankreich richtet unser Kolumnist seine Aufmerksamkeit diese Woche wieder auf den HSV. Er kann einfach nicht anders.

Hamburg | Das Transferkarussell dreht sich noch nicht auf Hochtouren. Dennoch wird schon jetzt deutlich, dass der HSV sich erneut schwer tut, den Kader effektiv zu verstärken. Bas Dost, Max Kruse, Moussa Sissoko, Anthony Modeste, Filip Kostic, Timo Baumgartl – Namen von potenziellen Neuzugängen geistern schon seit Wochen durch Hamburg. Vollzugsmeldungen blieben aber bisher aus. Nur Bobby Wood, Luca Waldschmidt, Christian Mathenia und Bakery Jatta stehen bisher als Zugänge fest.

Der Dino hat dank der Kühne-Millionen nun größeren finanziellen Spielraum. Nur: Was nutzt viel Geld, wenn man nicht weiß, wie es sinnvoll investiert wird. Der HSV braucht nicht nur Millionen, sondern auch ein Konzept für den Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft. Dieses fehlt schon seit Jahren und ist auch nicht in Sicht.

Peter Knäbel startete die Planungen für die kommende Saison mit einem geringen Budget. Dann wurde er abgesägt und HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer übernahm – und darf dank der Kühne-Millionen das Füllhorn ausschütten. Die Planungen begannen also noch mal von vorn, als etliche Vereine ihren Kader für 2016/2017 schon so gut wie beisammen hatten. Wer so spät dran ist wie der HSV, sollte zumindest effektiv agieren. Kurze Wege, schnelle Entscheidungen – das ist das Erfolgsrezept von Vereinen wie Köln und Mainz. In Hamburg muss Beiersdorfer erst einmal jeden größeren Transfer mit Kühne abstimmen und ist so nur eingeschränkt handlungsfähig. Das macht den Klub für Neuzugänge nicht unbedingt attraktiver. Zumal nicht allen im Verein und der Stadt klar ist: Der HSV ist für große Namen längst nicht mehr erste Wahl. Dafür ist in der Vergangenheit zu viel schief gelaufen. Es wird also wohl wie immer sein: Der Dino verpflichtet kurz vor Ende der Transferperiode, die Spieler, die dann noch auf dem Markt sind. Und der Kader ist schlimmstenfalls kein Stück besser.

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erstellt am 03.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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