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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 20:54 Uhr

Neues Leben in Pinnebergs Mitte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

richtfest Kreishaus-Areal nimmt Formen an / 107 von 118 Wohnungen bereits vermietet / Kosten: Etwa 23 Millionen Euro

Fünf neue Häuser, 118 barrierefreie Wohneinheiten und ein Gemeinschaftsraum – auf dem etwa 7697 Quadratmeter großen Kreishaus-Areal entsteht ein neuer Lebensmittelpunkt mitten in Pinneberg. Gestern war Richtfest, an dem auch die Lokalpolitiker und Mieter teilnahmen. Der Rendsburger Bauherr und Investor Michael Demandt hat in das Projekt etwa 23 Millionen Euro investiert.

Sein Dank ging an die Neue GeWoGe, die am Von-Ahlefeldt-Stieg 32 Wohnungen errichten ließ und an der Lindenstraße 50 bauen wird. Sie hatte während des Baus Parkplätze zur Verfügung gestellt. „Die Resonanz ist groß. 107 von 118 Wohnungen sind vermietet“, sagte er. Mit Pinneberg habe er gute Erfahrungen gemacht. Wohnungen an der Feldstraße und an der Rockvillestraße sowie an der Kreuzkirche gehen ebenfalls auf sein Konto.

Hintergrund: Das alte Kreishaus stand seit Oktober 2011 leer. Damals war die Kreisverwaltung an ihren neuen Standort in Elmshorn gezogen. 2014 begann der Abbruch und der Neubau.

Auf dem Grundstück Am Drosteipark/Moltkestraße/ Lindenstraße entsteht ein Mix aus Wohnungen mit Größen von etwa 40 bis etwa 100 Quadratmeter Wohnfläche mit entsprechend unterschiedlichen Zielgruppen – zumal 48 Wohnungen sozial gefördert sind, so dass der Quadratmeterpreis zwischen etwa 5,50 und 10,50    Euro liegt. „Es geht von 25 Jahren bis 70, 80 Jahre und durch alle Schichten“, beschreibt Demandt die künftige Mieterklientel. „Eltern ziehen wegen ihrer Kinder hierhin und Kinder wegen ihrer Eltern“, so der Investor. Anfang September sollen die ersten Mieter einziehen und dann weitere sukzessive. „Pinneberg ist im Wandel. „Hier, wo einst die Verwaltungsachse lag, eine gedachte Linie, an der sich Kreisverwaltung, Zollamt, das Rathaus und dergleichen aufreihten, wird demnächst der Lebensmittelpunkt etlicher Menschen sein“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Was hier entstehe, sei ein Ort für das wirkliche, wahre Leben. „Das Gebäude wirkt heute noch freundlicher und wohnlicher als ich es mir vorgestellt habe.“ Ganz wichtig: Die Betreuung der Mieter in den Altenwohnungen übernehmen im Bedarfsfall die „Ambulanten Pflegerischen Dienste“ der Diakonischen Kranken- und Altenpflege in den Kirchenkreisen Pinneberg und Rantzau. Selbstverständlich sind die Wohnungen barrierefrei und es gibt in jedem Haus einen Fahrstuhl.

Genau das hat beispielsweise Gisela Timmer (Foto, 74) dazu bewegt, eine der 118 Wohnungen zu mieten. „Ich wohne zurzeit noch im dritten Stock und es gibt keinen Fahrstuhl“, beschreibt sie ihre Motivation für ihren baldigen Umzug. „Man wird ja nicht jünger.“

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erstellt am 19.Jul.2016 | 16:35 Uhr

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