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Pinneberger Tageblatt

25. September 2016 | 14:16 Uhr

Neuer Kommandeur in Appen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unteroffizierschule Oberst Michael Skamel übernahm gestern das Kommando von Oberst Markus Kurczyk

Zum Abschluss der Zeremonie gab es eine herzliche Umarmung von Oberst Michael Skamel und seinem Vorgänger, Oberst Markus Kurczyk. Eine Geste, die vielleicht nicht dem militärischen Protokoll entspricht, die aber zeigt, dass es in der Unteroffizierschule der Luftwaffe in der Appener Marseille-Kaseren sehr menschlich zugeht. Und dass die beiden sich sehr schätzen. Nach rund eineinhalbjähriger Tätigkeit als Leiter der Schule verabschiedete Brigadegeneral Michael Gschoßmann gestern Kurczyk und übergab das Kommando an Skamel.

An der Unteroffizierschule der Luftwaffe werden an den Standorten Appen und Heide künftige Unteroffiziere und Feldwebel der Luftwaffe aus- und weitergebildet. Die Anforderungen an die Ausbilder und Auszubildenden haben sich in Zeiten von Auslandseinsätzen der Bundeswehr allerdings gewandelt, sagte Gschoßmann: „Unteroffiziere der Luftwaffe müssen ihren Soldaten im Grundbetrieb, aber auch und gerade im Einsatz, mit beispielhaften Auftreten und Verhalten sowie vorbildlicher Haltung und Pflichterfüllung vorangehen. Noch mehr als früher sind die Vorgesetzten aufgerufen und gefordert, die Chancen, die Vorteile, aber auch die hohen ethischen Werte einer Entscheidung für den Dienst als Soldat in der Bundeswehr zu verdeutlichen.“

Er attestierte Kurczyk für seine Aufgabe mit seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten und seiner Führungskraft bestens geeignet gewesen zu sein. Der scheidende Kommandeur der Unteroffzierschule wird nun in Bonn Abteilungsleiter im Kommando Streitkräftebasis und damit übergreifend für die Ausbildung in den Streitkräften zuständig. Für Kurczyk werde damit ein Jugendtraum wahr, sagte Gschoßmann. Auch an der Eignung Skamels als Komandeur der Unteroffizierschule habe er „nicht den geringsten Zweifel“, erklärte der Brigadegeneral.

Dass Kurczyk der Abschied schwer fiel, macht er in seiner Ansprache deutlich. „Kommandeur dieser Schule zu sein, ist eine besondere Herausforderung, eine besondere Freude, ist eine besondere Ehre.“ Es würden Unteroffiziere benötigt, die als gute Vorgesetzte in jeder noch so schwierigen Situation professionell, beispielhaft und praxisorientiert handeln könnten, die entschlossene Führer, menschliche Ausbilder und motivierte Erzieher seien. „Deshalb müssen wir den uns anvertrauten Soldaten ein Gespür für die Rechtsstaatlichkeit und die freiheitlich-demokratische Grundordnung vermitteln. Damit festigen wir die Bindung an unser schützenswertes Gemeinwesen und nur daraus entsteht letztendlich die Bereitschaft, unsere Gesellschaft und unseren Staat zu schützen“, sagte Kurczyk. Hörbar bewegt wünschte er seinem Nachfolger „eine ebenso schöne Zeit“ wie er sie gehabt habe.

Er habe schon seit Längerem den Wunsch gehegt, Kommandeur der Unteroffizierschule der Luftwaffe zu werden, bekannte Oberst Skamel nach der Kommandoübergabe. „Vor wenigen Augenblicken wurde mir dieser Wunsch erfüllt und ich bin glücklich und stolz, nun an der Spitze der geistigen Heimat der Unteroffiziere der Luftwaffe zu stehen“, sagte er. Während seiner gesamten bisherigen Dienstzeit sei der Umgang mit Menschen das gewesen, was ihm am meisten Spaß gemacht habe. Auch deshalb freue er sich sehr auf die neue Aufgabe.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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