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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 20:41 Uhr

Neue Leiterin für Pinnebergs Bäder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schwimmen Die Anlage in der Burmeisteralle hat ab sofort eine neue Chefin / Ausbildungsplätze zur Fachkraft für Bäderbetriebe frei

Als Birgit Vollmer als Heranwachsende eröffnete, in welche berufliche Richtung sie gehen wollte, mussten ihre Eltern erst einmal schlucken. „Meine Mutter sagte mir: Kind, lerne was anständiges“, erzählt sie. Aber Vollmer ließ nicht locker und arrangierte ein Gespräch zwischen ihren Eltern und ihrem späteren Ausbilder. „Er konnte sie letztendlich überzeugen. Und im Nachhinein haben es meine Eltern nie bereut.“

Der Berufsweg, der damals für ihre Mutter nicht anständig genug klang, trug den Namen Schwimmmeistergehilfin. Mit 15 Jahren begann Vollmer ihre Ausbildung im Elmshorner Schwimmbad und bildete sich nach ihrem Abschluss weiter fort. 1990 schaffte sie den Meisterabschluss zur geprüften Schwimmmeisterin.

Vor kurzem konnte sie einen weiteren Schritt auf der Karriereleiter nach oben gehen. Seit Juli ist sie die neue Betriebsleiterin der Pinneberger Bäder. Anständig klingt dieser Titel zur Genüge, aber auch nach viel Schreibtischarbeit. Stimmt aber nicht. „Ich haben keinen reinen Verwaltungsjob. Meine Aufgaben sind vielfältig und das gefällt mir am meisten in meinem Job.“

Vollmer ist für alles zuständig, was mit dem Bad zu tun hat. Ihre Aufgaben gehen von Personalplanung bis zum Einkauf, über die Kontrolle der Technik oder der Wahrung der Sicherheitsbestimmungen. Wichtig sei ihr dabei aber vor allem der Kontakt zu den Schwimmbadgästen. „Ich habe mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun; vom Kleinkind beim Kinderschwimmen, über Jugendliche bis zu den Senioren. Das macht die Sache interessant“, erzählt sie.

Seit 32 Jahren sind Schwimmbäder der Arbeitsort von Vollmer. Ihr Job hat sie dabei zu unterschiedlichen Stationen geführt. Nach ihrer Ausbildung in Elmshorn arbeitete sie in Neumünster, dann als stellvertretende Betriebsleiterin in Barmstedt. Für viele Pinneberger ist Vollmer aber keine Unbekannte, denn von 2007 bis 2010 hat sie hier als Elternzeitvertretung gearbeitet. „Viele kennen mich noch aus der Zeit und erkennen mich wieder.“

Vollmers Berufsweg verlief ohne große Umwege. Aber wie kommt ein junger Mensch darauf, ausgerechnet im Schwimmbad seine Ausbildung zu machen? „Mir war früh klar, dass ich Schwimmmeisterin sein will. Ich bin im Verein geschwommen. Da war ich ja ständig im Bad“, erzählt sie. Auf die Frage, ob sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, antwortet Vollmer deshalb schnell und begeistert: „Definitiv.“

Den selben Enthusiasmus für das Schwimmbad als Arbeitsort findet man heute aber nicht mehr so leicht. So erzählt Vollmer von der Schwierigkeit, Ausbildungsstellen im Bad zu besetzen. Das liege zum einen daran, dass weniger junge Leute auf dem Ausbildungsmarkt vorhanden sind. Zum anderen könne Vollmer sich vorstellen, dass viele kein klares Bild von den Arbeitsaufgaben haben und nicht wüssten, wie vielfältig der Beruf sei. Nächstes Jahr suchen die Stadtwerke Pinneberg zwei Auszubildende als Fachkräfte für Bäderbetriebe. Bewerber sollen laut der Betriebsleiterin sportlich und kontaktfreudig sein und einen Realschul- oder guten Hauptschulabschluss absolviert haben.

Zur Zeit triezt Vollmer aber ein anderes Problem als die Suche nach geeignetem Personal. Wegen der wechselhaften Witterung würden sich viele Pinneberger gegen einen Tag im Schwimmbad entscheiden. „Wenn ich etwas ändern könnte, dann wäre es das Wetter“, sagt Vollmer.

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erstellt am 20.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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