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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 09:20 Uhr

Neue GeWoGe investiert in Krupunder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neubau An der Meisenstraße entstehen 25 Wohnungen

Wolfgang Hermann und Kai Lorenz ließen sich die Chance nicht entgehen: Gestern traf sich das Vorstands-Duo der Neue Ge WoGe-Wohnungsbaugenossenschaft mit Sitz in Pinneberg mit Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke (parteilos) an der Meisenstraße. Harry Günter wartete schon. Mit Elan und Präzision setzte der Baggerführer sein Arbeitswerkzeug an: Der Abriss der leer stehenden drei, mehr als 50 Jahre alten Häuser, Meisenstraße 3, 5 und 6, schreitet voran. An Ort und Stelle baut die Neue GeWoGe 25 neue Wohnungen. Investitionssumme: etwa 5,4 Millionen Euro.

Damit geht eine Zeit des Leerlaufs zu Ende, den sowohl die Gemeinde Rellingen als auch der Bauherr so nicht einkalkuliert hatten. Zur Erinnerung: Bereits im April 2013 ging die Wohnungsbaugesellschaft mit ihren ersten Plänen an die Öffentlichkeit, an der Meisenstraße in Krupunder auf ihrem Grundstück insgesamt 42 Wohneinheiten zu errichten. Sowohl bei Politik und Anwohnern stieß diese Offensive auf Skepsis. Bürger befürchteten, dass ihnen Wohnblöcke vor die Nase gesetzt würden.

Im Januar 2014 wurde während der Sitzung des Bauausschusses einstimmig entschieden, dass dort bezahlbarer Wohnraum entstehen soll. Im Mai 2014 wurde es konkret: Von 28 Wohnungen war die Rede. Während der öffentlichen Anhörung meldeten sich alteingesessene Anwohner zu Wort. „56        Personen, mit gegebenenfalls Kindern, könnten für Unruhe sorgen“, hieß es im Wortlaut.

Das ist Schnee von gestern. Zwischenzeitlich wurden Wohnungen – die Neue GeWoGe-Mieter waren längst ausgezogen und andernorts untergebracht – von der Gemeinde für die Unterbringung von Obdachlosen genutzt. In der Hochzeit des Flüchtlingsandrangs 2015 zeigte sich die Neue GeWoGe kooperativ und stellte die drei Häuser für die Unterbringung zur Verfügung. Eine Geste, die Verwaltungschefin Radtke nicht vergessen hat und sich gestern Morgen ausdrücklich dafür bedankte.

Ab Frühjahr 2017 soll es mit dem Rohbau losgehen, voraussichtlich im Frühjahr 2018 die ersten Mieter einziehen. Geplant sind auf der Fläche Meisenstraße 5 und 6 insgesamt 25 Wohnungen. Davon 16  Sozialwohnungen mit einem Mietpreis von 5,80 bis sieben Euro pro Quadratmeter. Neun Wohnungen sind frei finanziert und werden mit 10,50 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Auf dem Grundstück Meisenstraße 3 sollen entweder zwei Doppelhaushälften oder vier Reihenhäuser entstehen. Die Entscheidung dafür steht aus.

Letztendlich ist alles abhängig davon, wie schnell Gewerke verpflichtet werden können. Kai Lorenz ernüchtert: „Es ist ein massives Problem, für den Bereich Rohbau Handwerker zu bekommen.“ Hinzu komme, ergänzt Hermann, dass es „im Bereich Materialbeschaffung Engpässe gibt“. Zudem sei die Preissteigerung eine Belastung: „In fünf Jahren sind die Preise um 20 Prozent angezogen.“

Die Neue GeWoGe ist zudem kreisweit im Geschäft: Geplant sind in Pinneberg der Neubau von etwa 50 Wohnungen an der Lindenstraße. In Elmshorns Gerberstraße entstehen des Weiteren ab Sommer 51 Wohnungen in zwei Gebäuden – inklusive 16 Sozialwohnungen.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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