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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 05:06 Uhr

Neue Erweiterungsvariante für die Schweitzer-Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Bildungsausschuss des Wedeler Rats hat am Mittwochabend über einen bis zu 2,14 Millionen Euro teuren Anbau für die Albert-Schweitzer-Schule beraten. Architekt Gerhard Dehn präsentierte vier Varianten, die sich im Investitionsvolumen deutlich unterscheiden (diese Zeitung berichtete). Eine Entscheidung fällten die Ratspolitiker allerdings nicht. Sie haben noch Diskussionsbedarf. Die Grünen regten zudem eine fünfte Anbauvariante an.

Die beste, aber auch teuerste Lösung ist laut Dehn, einen eingeschossigen Bau für vier Klassen am Schulhof abzureißen und an dessen Stelle einen zweigeschossigen Trakt für acht Klassen und zwei Gruppenräume zu erreichten. So ginge keine zusätzliche Fläche verloren und die Räume seien optimal an den Bestand angebunden. 2,14 Millionen Euro kostet diese Variante.

Für 1,07 Millionen Euro gibt es einen eingeschossigen Bau, für den jedoch Spielplatzfläche weichen müsste. Außerdem würden Spielplatz und Schulhof getrennt. Auch auf einem Bolzplatz wäre ein eingeschossiger Bau für 1,02 Millionen Euro realisierbar. Er wäre jedoch von den Bestandsgebäuden getrennt, sodass unter Umständen zusätzliche Sanitäranlagen für etwa 40  000 Euro nötig wären. Die vierte Variante ist ein zweigeschossiger Bau am jetzigen Standort der Container. Sie kostet 1,23 Millionen Euro.

Grünen-Ratsfrau Gudrun Jungblut brachte noch eine fünfte Variante ins Gespräch. So könnte der eingeschossige Bestandsbau der Variante eins stehenbleiben und ein neues Geschoss aufgesetzt werden. Falls das Altgebäude zu schwach sei, auch mit einem Ständerwerk darüber. „Das Aufstocken von Altgebäuden ist grundsätzlich technisch machbar. Es stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Mit einem Auftrag des Bauamts kann ich das zusätzlich durchrechnen“, sagte dazu Architekt Dehn.

Für Planung und Ausschreibung veranschlagt Dehn bis zu neun Monate, für den Bau bis zu zwölf Monate. Spatenstich könnte also frühestens im Spätsommer 2017 sein. Schulleiterin Silke Binger sagte am Mittwoch: „Die Entscheidung der Politik muss nicht sofort fallen. Aber mittelfristig brauchen wir eine Lösung. Der Unterricht in Containern bietet auf Dauer keine gute Atmosphäre für die Kinder.“ Die Varianten zwei und drei kommen aus ihrer Sicht nicht in Frage. Auch Petra Kärgel legte sich für die Grünen bereits auf Variante eins oder vier fest. Die anderen Fraktionen hielten sich mit klaren Positionierungen zurück. Vor einer Entscheidung seien noch zahlreiche weitere Fragen zu klären, etwa nach dem Brandschutz oder nach Energiekosten. Auch solle geklärt werden, ob später mit dem Verkauf der Container Erlöse erzielt werden können.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 11:29 Uhr

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