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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 06:13 Uhr

Pinneberg : Neubau auf dem Postparkplatz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Residenz-Gruppe Bremen nennt weitere Details ihres Projekts. Interimslösung mit Finanzcenter geplant.

Pinneberg | Schließt 2020 in Pinneberg die Postfiliale an der Friedrich-Ebert-Straße – oder bleibt sie auf lange Sicht? Diese Frage stellen sich derzeit die Bürger, nachdem bekannt wurde, dass die Residenz-Gruppe Bremen das Postgrundstück in Pinneberg gekauft hat und beabsichtigt, dort langfristig eine Wohnanlage für Senioren zu errichten.

Bis 2018 ist die Post noch Mieter – mit einer Option auf zwei weitere Jahre. Nach Beendigung des Mietverhältnisses mit der Post soll das Bestandsgebäude kernsaniert und mit Wohnungen für Senioren ausgestattet werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, die im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag, 29. November, debattiert und beschlossen werden soll. Beginn im Rathaus ist um 18.30 Uhr.

„Wenn es nach uns geht, bleiben die Postdienstleistungen am Standort erhalten“, sagte gestern Frauke Meyenberg, Sprecherin des Unternehmens, auf Anfrage unserer Zeitung. Eine Interimslösung mit dem Finanzcenter sei geplant, heißt es in der Vorlage. Sollte der Ausschuss grünes Licht geben, könnte der Investor loslegen. Das sehen die Pläne vor: Zwischen dem Postgebäude und dem Gebäude mit der Hausnummer 32 befinden sich zur Zeit der Parkplatz für Postkunden, das „Stumme Postamt“ sowie die Zufahrt zu den hinteren Stellplätzen.

In dieser baulichen Lücke soll in Ergänzung zu den angemieteten Flächen ein Erweiterungsbau entstehen, um die erforderliche Fläche für eine Seniorenpflegeeinrichtung zu erreichen. Die erste Planung sieht somit ein etwa sechsgeschossiges Gebäude mit einer Tiefe von etwa 17,50 Meter und einer Länge von etwa 50 Meter vor. Die Durchfahrt zum rückwärtigen Bereich des Grundstücks bleibt mittels einer Unterfahrt unter diesem Gebäude im Erdgeschoss erhalten. Ein Übergang zum Bestand ist im ersten und zweiten Obergeschoss geplant.

Der Neubau wird nach heutigem Planungsstand Platz für etwa 80 Pflegebetten bieten, sodass die gesamte Einrichtung über etwa 92 Pflegeplätze verfügen wird. Das Zimmerangebot wird von Standard-Zimmern über Komfortzimmer und Pflegeappartements – bestehend aus zwei Einzelzimmern und gemeinsamem Vorflur und Bad – bis hin zu Pflegesuiten für Ehepaare reichen.

Im Erdgeschoss sind die Wirtschaftsräumlichkeiten vorgesehen. Hierzu zählt der gesamte Küchenbereich nebst Lagerräumen. Hinzu kommen die Umkleiden für die Mitarbeiter der Hauswirtschaft. Des Weiteren finden Bewohner und Besucher hier zudem die öffentlichen Flächen mit einem Speisesaal/Café vor. Um die erforderliche Anzahl der Stellplätze für die jetzige Post und die neue Pflege zu erreichen, soll nördlich angrenzend an den Neubau ein Parkdeck in Split-Level-Bauweise mit fünf Parkebenen und insgesamt etwa 80 Stellplätzen errichtet werden. So werde der zu erwartende Stellplatzbedarf deutlich übererfüllt werden. Die Zufahrt zu diesem Parkdeck wird über die bereits bestehende Zufahrt auf das Grundstück und die dort entstehende Unterfahrt unter dem Neubau erfolgen. Der Baubeginn steht derzeit noch nicht fest. Das Investitionsvolumen beträgt laut Aussagen von Meyenberg mehrere Millionen Euro. Die Residenz-Gruppe Bremen entwickelt, plant und baut seit 1988 Senioren-/Pflege-Immobilien und hat seitdem mehr als 75 Projekte in verschiedenen Bundesländern realisiert.

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erstellt am 25.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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