zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:58 Uhr

Mit der Kartoffel zur Auszeichnung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Frühbildung Zum dritten Mal haben die Mini-Forscher aus Kummerfeld und Prisdorf den Titel „Haus der kleinen Forscher“ erworben

Mit einem Forschungsprojekt zur Kartoffel haben sich die Mini-Forscher aus Kummerfeld und Prisdorf erfolgreich für die Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“ beworben. Gestern übergab Paul Raab, Leiter der Zweigstelle Elmshorn der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel, die begehrte Urkunde an Kita-Leiterin Kirstin Bieker. Die wandte sich zunächst dankend an die Mädchen und Jungen, die bereitwillig zuhörten: „Ohne Euch Kinder wären wir kein Haus der kleinen Forscher.“

Die Kita erhält die Zertifizierung bereits zum dritten Mal. Raab betonte, dass sich die Erzieherinnen und Erzieher immer wieder fortbilden und Projekte umsetzen müssen, um sich weiter „Haus der kleinen Forscher“ nennen zu können. Die Auszeichnung werde alle zwei Jahre neu verliehen. „Um die Urkunde zu bekommen, müssen die Kitas mit den Kindern experimentieren und verschiedene naturwissenschaftliche Projekte durchführen und dokumentieren“, berichtete Britta Weidemeier, Netzwerkkoordinatorin vom „Haus der kleinen Forscher“.

Bieker und ihr Team waren sichtlich stolz auf die erneute Zertifizierung. „Das ist einfach toll. Fragen, Forschen und Entdecken gehören seit vielen Jahren fest und selbstverständlich zum Alltag in der Kita“, sagte die Leiterin. „Kinder sind wissbegierig und interessiert und haben Freude daran, naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund zu gehen“, sagte Bieker weiter.

Im vergangenen Jahr hatten die Mini-Forscher die Kartoffel ganz genau unter die Lupe genommen. Die Kinder lernten hierbei, wo und wie eine Kartoffel angebaut wird und wächst, aber auch, was man mit der Knolle alles machen kann, wie zum Beispiel Strom erzeugen. Und die Mädchen und Jungen fanden heraus, was alles in der Kartoffel steckt: Was ist Stärke? Wie macht man Kartoffelkleber?

Die Industrie- und Handelskammer zu Kiel unterstützt die Projekte der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. „Weil wir der Meinung sind, dass Kinder früh spielerisch an Naturwissenschaften und Technik herangeführt werden sollten“, sagte Zweigstellenleiter Raab. Die IHK sei überzeugt, dass besonders für die Unterelberegion Fachkräfte im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wichtig seien. „Daher sehen wir unser Engagement als eine sinnvolle und langfristige Investition in die Zukunft“, so Raab weiter.

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich seit 2006 für eine bessere Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit einem bundesweiten Fortbildungsprogramm werden pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, den Entdeckergeist von Mädchen und Jungen zu fördern und sie qualifiziert beim Forschen zu begleiten.

Die bundesweit größte Frühbildungsinitiative lebt vom Engagement vor Ort: Mehr als 230 lokale Netzwerkpartner arbeiten eng mit der Stiftung zusammen. Bis April 2015 war im Kreis Pinneberg der Kreisjugendring der Träger. Nach sechs Jahren war dann Schluss. Als Grund nannte der damalige KJR-Vorsitzende Andreas Dirbach die fehlende Finanzierung durch den Kreis. Danach hat die IHK zu Kiel die Organisation übernommen. Im Kreis haben laut Netzwerkkoordinatorin Weidemeier bisher acht Kitas die Zertifizierung erhalten.


Karte
zur Startseite

von
erstellt am 21.Jul.2016 | 16:19 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen