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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 14:47 Uhr

Mit 90 Jahren an der Pingpongplatte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jubiläum Herbert Steiner feiert runden Geburtstag im Kreise der Tischtennisspieler im Seniorenalter / Sechs Stunden Training pro Woche

Im Turnerheim des RTV in Rellingen gab es fast alles: Getränke, Brot und leckere Happen hatte Herbert Steiner mitgebracht, um seinen 90. Geburtstag im Kreise seiner Sportsfreunde zu feiern. Nur Messer und Gabeln gab es nicht.

Kein Problem für den Jubilar. Er schwang sich auf sein Fahrrad, um das Benötigte von zu Hause herbeizuschaffen. Es waren genügend Freunde da, die ihre Hilfe als Autofahrer anboten, aber Steiner winkte ab: Das schaffe er leicht allein. Er wohne doch ganz in der Nähe.

Von den bis zu 23 Pingpong-Spielern im Seniorenalter, die sich montags und mittwochs zwischen neun und zwölf Uhr im Turnerheim, Hohle Straße 14, treffen, ist Steiner der Älteste. Zum Tischtennis sei er erst gekommen, als er schon in Rente war, erklärt der Jubilar. Aber Sport habe immer zu seinem Leben gehört. Viele Jahre lang hat Steiner das Kinderturnen des Rellinger Turnvereins geleitet.


Spaß macht Anstrengung wett


Nicht alle seine Mitspieler haben es so bequem, wenige Häuser vom Turnerheim entfernt zu wohnen. Der 81-jährige Gerhard Hoyer und seine Frau kommen aus Wedel, um mitzuspielen. Ein anderer Sportsfreund reist jedes Mal aus Elmshorn an. Drei Stunden lang Sport sei ganz schön anstrengend, danach seien sie immer richtig geschafft, räumen die Pingpong-Senioren ein, aber der gemeinsame Spaß und die Geselligkeit machen das wett.

Die Feiern stand am Tag von Steiners Geburtstagsfeier vielleicht sogar an erster Stelle. „Hoch soll er leben“ und andere Lieder erfüllten den Raum. „Wenn wir irgendwann einmal nicht mehr Tischtennis spielen können, dann singen wir eben nur noch“, meinte einer der Spieler getrost. Dem Geburtstagskind spendierte die Runde eine Kiste Rotwein. Die habe er sich nämlich gewünscht, verriet Sportsfreund Hoyer.

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