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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Anstoss – Länderspielausgabe : Mesut Özil muss wieder ins Zentrum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Zeit ist reif für seinen Durchbruch - sagt HSV-Kolumnist Lars Zimmermann. Außnahmsweise geht es um die Nationalelf.

Es erinnert alles an 2014. Hoffnungsträger, die ausfallen oder nur wenig Spielpraxis haben, Fragezeichen im Sturm, Probleme auf den Außenverteidigerpositionen - die Sorgen von Joachim Löw sind ähnlich wie vor der Weltmeisterschaft in Brasilien. Wir dürfen also hoffen, dass das deutsche Team allen Widrigkeiten trotzt und den Europameistertitel erringt. Dass die Deutschen als Weltmeister zu den Favoriten gehören, ist klar.

Ein Spaziergang wird das Turnier allerdings nicht. Es gibt etliche Titelanwärter. Eine Übermannschaft wie 2012 Spanien existiert derzeit nicht. Deutschland, Spanien, Frankreich, Belgien, Portugal, vielleicht sogar England oder Italien - sie haben das Potenzial für den großen Wurf. Alle können sich aber auch frühzeitig verabschieden. Trotz großer Konkurrenz ist der Titel drin. Zu diesem wird uns jemand führen, der in den vergangenen Jahren nur Mitläufer war: Mesut Özil. Bei ihm ist es ähnlich wie früher bei Andreas Möller. Ein begnadeter Fußballer, bei dem man immer das Gefühl hat, er könnte noch mehr. Möller hat den Durchbruch zum Weltstar nie geschafft. Özil hat nur noch wenige Chancen, den Sprung in die absolute Weltklasse zu schaffen. Die Vorzeichen sind gut, dass es diesmal klappt. In der Premier League bei Arsenal London hat der Spielmacher eine glänzende Saison hingelegt und begeisterte vor allem in der Hinrunde.

Einen Strich durch die Rechnung könnte ihm ausgerechnet der Bundestrainer machen. Bei dem steht Özil länicht mehr im Mittelpunkt, sondern muss häufig außen ran. Dort ist der Techniker längst nicht so stark. Damit es was mit dem Titel wird, braucht Deutschland aber den Spielmacher Mesut Özil. Der kann nur im Zentrum seine Zauberpässe spielen.

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erstellt am 29.Mai.2016 | 11:00 Uhr

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