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29. Mai 2016 | 09:39 Uhr

Mein Verein : ADFC: Überlebenstraining im Straßenverkehr

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die ADFC-Ortsgruppe Pinneberg kämpft für bessere Bedingungen für Drahtesel-Nutzer. Beschimpfungen sind an der Tagesordnung. Kritik übt der Verein am Radweg-Bau.

Pinneberg | Alltags- und Freizeit-Radfahrer aus Pinneberg und Umgebung haben sich beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Pinneberg (ADFC) zusammengefunden. Ihr Ziel ist es, ein besseres Miteinander der Verkehrsteilnehmer im Kreis zu erreichen. „Die Gleichberechtigung  der Teilnehmer ist uns ein wichtiges Anliegen“, so Ulf Brüggmann vom ADFC Pinneberg. Gemeinsam mit dem Rathaus analysiert er die gegenwärtige Situation von Fahrradfahrern im Straßenverkehr mit dem Ziel, diese zu verbessern. „Wir weisen auf verschiedene Situationen hin und sagen,  wo es in Pinneberg und Umgebung Probleme gibt“, sagt Ortsgruppensprecherin Juliane Besendahl. Sie befindet sich in einer Arbeitsgruppe (AG) mit Verwaltungsmitgliedern. Die AG hat unter anderem ein Velo-Routenkonzept entwickelt. Der Plan: Fahrradfahrer  weg von den befahrenen Hauptverkehrsstrecken, auf Nebenstraßen zum Ziel zu leiten. „Unser Hauptanliegen ist, Politiker mit ins Boot zu holen“, so die ehrenamtlich agierende Besendahl. Diese sollten sehen, dass in Pinneberg etwas passieren müsse.

So möchten die örtlichen ADFC-Mitglieder beispielsweise Bauvorgänge wie in der Mühlenstraße verhindern. „Hier wurde viel Geld verpulvert, um etwas Illegales zu errichten“, so Besendahl. Sie spielt damit auf den Bau eines dort nur auf einer Straßenseite beschilderten, von beiden Seiten zu nutzenden Radweges an. „Ein solcher Radweg ist in dieser Form schon seit 1997 nicht mehr zulässig“, sagt die Ortsgruppensprecherin. Die Stadt hat inzwischen reagiert und die Schilder demontiert. „Die Radfahrer müssen nun auf der einen Seite die Straße nutzen und werden fortwährend angehupt “, beklagt sich die Ortsgruppensprecherin. Es vergehe kein Tag, an dem sie als Radfahrerin nicht beschimpft, bedroht, abgedrängt, und angehupt werde.

Ein bundesweites Ziel des ADFC: Möglichst viele Wege bis zu fünf Kilometern nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad zurückzulegen. Denn nur so kann Umwelt (Klima) sowie das private und öffentliche Budget geschont werden. Ein positives Beispiel  sei Kopenhagen, wo 30 Prozent der Verkehrsteilnehmer mit dem Fahrrad fahren würden.

Doch auch Menschen, die mit jeder Pedalumdrehung dem Alltag ein bisschen entfliehen möchten, Spaß und Bewegung suchen, sind beim ADFC gut aufgehoben. Die Pinneberger Mitglieder haben beispielsweise ein Programm mit 20 Routen ausgearbeitet. Die kürzeste Strecke, die „Spielplatzroute“ ist  nur zehn Kilometer lang. Die längste Tour zur Fähre Kronsnest  führt über 65 Kilometer. Insgesamt gibt es 20 Routen. „Alle Touren sind attraktiv“, erläutert Brüggmann. Die jeweils einmal im Jahr veranstalteten und geführten Touren beginnen Sonntags um 11 Uhr vor der Drostei. Der neue Flyer liegt ab Mitte Februar an örtlichen Stellen wie Rathaus und Supermarkt aus. Die Fahrradsternfahrt nach Hamburg ist ein Höhepunkt. Hier radeln Beteiligte aus allen Stadtteilen ins Zentrum. Tipp: Mitglieder berichten beim Stammtisch an jedem zweiten Dienstag im Monat von ihren Fahrradurlauben.

Mein Verein: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Pinneberg
Gegründet: März 2011
Mitglieder: 480
Ortsgruppensprecherin: Juliane Besendahl
Adresse: Herzog-Friedrich-Straße 65, 24103 Kiel (Landesverband)
Telefon: (0431) 63190
E-Mail: info@adfc-pinneberg.de
Website: www.adfc-pinneberg.de
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erstellt am 16.Feb.2014 | 14:00 Uhr

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