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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 13:20 Uhr

Spiele, Wettkämpfe und Fairness : Mehr als 20 Jugendfeuerwehren messen sich

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

24 Jugendfeuerwehren messen sich zum 30-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Haselau.

Haselau | Wie wirft man Gummistiefel richtig weit? Diese Frage stellten sich die 330 Jugendlichen und Ausbilder von 24 Jugendfeuerwehren aus dem Kreisgebiet am Sonnabend am Elbdeich. Beim Kreisjugendfeuerwehrtag mussten sie auf dem fünf Kilometer langen Rundkurs durch und um die Gemeinde Haselau, deren Jugendfeuerwehr zum 30-jährigen Bestehen den Tag für die Nachwuchsretter veranstaltete, insgesamt zwölf Aufgaben stellen – darunter der Gummistiefelweitwurf.

Spitze oder Schaft nach vorne? Beim Werfen die Sohle oder den Schaft anfassen? Anlauf nehmen oder nur Schwung holen? Die Jugendfeuerwehren probierten alles aus. „Darf man die Stiefel auch knicken?“ Durften die Jugendlichen, doch mehr Weite brachte es nicht. „Mit den klassischen Feuerwehraufgaben hat das wenig zu tun, aber es geht ja heute auch darum, Spaß zu haben“, sagte Haselaus Jugendwart Marco Küchler. Mit dem neunköpfigen Planungsteam – außer ihm sieben Ausbilder sowie der Vater einer Nachwuchskameradin – hatten sich die Spiele ausgedacht. Am Elbdeich mussten die Jugendlichen Schläuche den Deich hochrollen. „Das ist eine echte Premiere und gab es beim Jugendfeuerwehrtag noch nie“, sagte Küchler grinsend. Bootfahren, Aufbau eines Löschangriffs, eine Wäscheleine durch die Uniform ziehen, Tiere erraten, verschiedene Apfelsorten erkennen, Feuerlöschschläuche flechten und Sandsäcke mit einem gewissen Gewicht befüllen, waren die Aufgaben, denen sich die Nachwuchsretter stellen mussten. In der Deekenhörn warteten die finalen Aufgaben. Die Ausbilder mussten sich beim Zielangelwerfen messen und die Jugendlichen Fragen zu ihrem Marsch beantworten. Da zahlte es sich aus, mitgezählt zu haben, wie viele Ortsschilder sie passiert hatten oder zu wissen, dass sie nicht an einer einzigen Ampel auf Grün warten mussten.

Außer Punkten bei den Spielen sammelten die Jugendfeuerwehren auch Einträge für den Fairnesspokal. „Wir bewerten die Jugendlichen an jeder Station“, erläuterte Küchler. Eine einheitliche Dienstkleidung und ein ordentliches Auftreten zählten ebenso wie das Anerkennen und Einhalten der Wettkampfregeln, partnerschaftlicher Umgang mit Konkurrenten, die Kommunikation mit den Schiedsrichtern und innerhalb der Gruppe sowie beim Sieg „Haltung zu bewahren“.

„Wir wollen den Kindern nicht nur technische Grundlagen, sondern auch Verhaltensweisen für das spätere Leben vermitteln“, sagte Küchler. Die Wertungsrichter überzeugte vor allem die Jugendfeuerwehr Tornesch, die von der SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies den Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbands erhielt, den der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann gespendet hatte.

Die Haselauer Blauröcke wurden bei der Umsetzung des Jugendfeuerwehrtags von Kameraden aus Haseldorf, Neuendeich und Halstenbek, wo der Bruder von Haseldorfs Jugendwart seinen Dienst leistet, unterstützt. „Ein Anruf reichte und schon haben sie ihre Unterstützung zugesagt“, freute sich Küchler. Etwa 45 aktive Kameraden halfen an den Spielstationen und der Verpflegung der mehr als 300 Besucher in der Marschgemeinde. „Logistisch ist da einiges zu regeln. Der Planungsaufwand ist enorm“, sagte Küchler und ergänzte: „Aber mit dem diesjährigen Team hat die Arbeit super geklappt.“ Bis zum nächsten Kreisjugendfeuerwehrtag in Haselau wird es aber noch etwas dauern. „Wir waren zum zehn-, 20- und in diesem Jahr zum 30-jährigen Jubiläum Gastgeber. Ich glaube, diesen Rhythmus halten wir bei“, sagte Küchler grinsend.

Die Jugendwehr Klein Nordende holte sich den Kreispokal. Der Haselau-Pokal ging an die Jugendwehr Prisdorf, die im kommenden Jahr den Feuerwehrtag ausrichtet.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 10:00 Uhr

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