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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 21:25 Uhr

Martje Kruse: „Es war eine erfüllte Zeit“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

AbschiedRellinger Pastorin verlässt die Gemeinde

Die Kuppel der spätbarocken Rellinger Kirche erhebt sich majestätisch hinter Pastorin Martje Kruse. Die Pastorin zeichnete als Kirchengemeinderatsvorsitzende seit 2009. Die Sanierung der Kirche beeinflusste die junge Pastorin maßgeblich. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Pastorin verlässt die Gemeinde zum 30. September. „Ich habe hier unglaublich prägende Jahre erlebt“, bilanziert Martje Kruse. Acht Jahre ist es her, dass sie in Rellingen ihre Arbeit als Pastorin begann.

Die 42-Jährige verlässt die Gemeinde, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. „Am schwierigsten fällt mir das Abschiednehmen von vielen Familien und zahlreichen Einzelpersonen, die ich begleiten durfte“, erläutert Kruse. Es sei ihr „sehr wehmütig“ zumute, handele es sich doch um ihre erste Pfarrstelle. Sie habe in Rellingen von „sehr bereichernden Beziehungen“ profitiert.

Doch der 42-Jährigen war es ein Bedürfnis, sich nach einer „erfüllten Zeit“ noch einmal neu zu orientieren. Sie wird Schulpastorin an der Wichern-Schule in Hamburg-Hamm. Dort reizte die Mutter zweier Kinder das besondere Profil und die Historie der Einrichtung. Die Wichern-Schule hat ihren geschichtlichen Ursprung im Jahre 1833.

Kruse obliegt als Schulpastorin die Aufgabe, den Bereich Kinder und Familie mit Schule zu vernetzen. „Diese Aufgabe hat mir bereits in Rellingen, beispielsweise bei den Kinderkirchentagen, viel Freude bereitet“, so die Pastorin. Bei der neuen Stelle handele es sich um eine besondere „Chance“. „Ich werde einen großen Aufgabenkreis behalten“, freut sich Kruse. Sie hätte ihre Stelle in Rellingen „sonst nicht aufgegeben“.

Mit dem neuen Beruf schließt sich der Kreis für Martje Kruse privat und theologisch. Sie belegte in Heidelberg – in Ergänzung zum theologischen Studium – ein diakoniewissenschaftliches Studium. „Das Rauhe Haus passt da sehr gut ins Profil“, so Kruse. Das zentrale Anliegen von Martje Kruse während ihrer Zeit in Rellingen war es, „die Kirche zu öffnen und sie offen zu halten“ – wie beispielsweise in der Adventskirche. „Ich habe immer Wert darauf gelegt, eine Form zu finden, dass Menschen sich begegnen können und dabei das finden können, was ihnen wichtig ist“, erläutert Kruse.

Kruses Nachfolger übernimmt deren Aufgabenbereich vermutlich nicht vor Anfang des kommenden Jahres. Die 42-Jähige vertreten Kollegen in der Übergangsphase. Die volle Stelle wird für alle ausgeschrieben. Die Entscheidung trifft Bischöfin Kirsten Fehrs in Absprache mit dem Propst und dem neuen Gemeinderatsvorsitzenden. Kruse wird am 2. Oktober im Gottesdienst offizielle verabschiedet.

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