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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Lösungen für Raumnot gesucht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erweiterungsbau Politik denkt über Aufstockung der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek nach / Bauamt bislang nicht gefordert

Mittwoch, 26.      Oktober 2011: Was für ein Tag. Insgesamt 729 bunte Luftballons stiegen in den Himmel von Halstenbek. Die Eröffnung der neuen Grund- und Gemeinschaftsschule elektrisierte nach Jahren der Planung und des Neubaus in der Hartkirchener Chaussee    8 Schüler, Lehrer, Eltern, Politik und Verwaltung. Knapp fünf Jahre später ist Ernüchterung eingetreten. Im Positiven wie im Negativen: Die Schule brummt. Und platzt gleichzeitig aus allen Nähten. Ganz offen wird über eine umfangreiche Erweiterung diskutiert. Denn die Frage lautet: Inwieweit kann der anhaltende Zustrom von Schülern bewältigt werden?

Zur Erinnerung: Am 1. August 2007 starteten in Schleswig-Holstein die ersten sieben Gemeinschaftsschulen in Flensburg, Handewitt, Schafflund, Fehmarn, Kellinghusen, Itzstedt und Halstenbek im neuen 5. Jahrgang. Fakt ist: Das Raumprogramm der Halstenbeker Schule an der Bek war für eine Dreizügigkeit ausgelegt.

Das Schulgebäude umfasst 30 Klassen- und 20 Gruppenräume, 17 Fachräume wie Computer-, Werk- und Kunstraum, Lehrerzimmer, Bibliothek, Schulverwaltung, ein Trakt für das Jugendzentrum sowie die Mensa. Zudem stehen 200 Quadratmeter für die Freizeiträume des Nachmittagsbereichs zur Verfügung. Zwölf Monate währte die Bauzeit – dank vorgefertigter Bauteile. Goldbeck Public Partner GmbH aus Bielefeldt hat den 13,8 Millionen Euro teuren Neubau in Öffentlich Privater Partnerschaft (ÖPP) gebaut.

Mehr als 60 Pädagogen und 20 pädagogische Mitarbeiter unterrichten heute mehr als 770 Schüler. An fünf Tagen in der Wochen wird ein Ganztagsangebot von 13 bis 16    Uhr organisiert, das von mehr als 400 Schülern in Anspruch genommen wird.


Denkfabrik macht Vorschläge


Dass das Raumproblem den politischen Entscheidern seit Monaten zum Teil schlaflose Nächte bereitet, ist kein Geheimnis. Eine eingerichtete Arbeitsgruppe – der „Thinktank“, die Denkfabrik der Baumschulengemeinde – sucht nach Lösungen. Und die nehmen mittlerweile handfeste Formen an. Beispielsweise steht der Vorschlag im Raum, inwieweit – falls die Statik es zulässt – auf dem vorhandenen Baukörper ein Stockwerk aufgesetzt werden kann. Oder ist den Schülern gar ein Anbau in Modulbauweise – so wie jüngst die Kita Eidelstedter Weg errichtet wurde – zuzumuten? Einigkeit besteht darin, dass den Schülern nicht zuzumuten ist, dass Fachräume zu Klassenräumen umfunktioniert werden.

Laut Bauamtsleiterin Gisela Sinz-König sei ihr Ressort bislang nicht mit konkreten Forderungen von Seiten der Politik konfrontiert. Aber die Verwaltung sei darüber informiert, dass es Hinweise auf mehr Raumkapazität gebe.

Am 5. September beginnt das neue Schuljahr. Am 2.      September wird der neue Schulleiter Alexander Grote um 10 Uhr in Gegenwart von Schulrätin Adelia Schuldt ins Amt eingeführt. Der neue Chefpädagoge dürfte sich der großen Verantwortung bewusst sein.

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erstellt am 24.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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