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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 11:03 Uhr

Lindwurm zieht im Meinkenhof ein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ortsentwicklung Einzige Veranstaltungsstätte in Kummerfeld wird wiederbelebt / Events mit bis zu 180 Personen möglich

Im Meinkenhof zieht neues Leben ein. Nachdem die vorherigen Pächter Anette und Jan Kruse Anfang des Jahres Insolvenz angemeldet hatten, übernehmen nun die ehemaligen Betreiber des Kummerfelder Restaurants Lindwurm den Saalbetrieb. Das Restaurant bleibt geschlossen.

„Für Kummerfeld ist es wichtig, dass eine Möglichkeit für Veranstaltungen im Ort erhalten bleibt“, sagt Bürgermeisterin Erika Koll (SPD). Für die Seniorenweihnachtsfeier beispielsweise gebe es keine Alternative innerhalb der Gemeinde. „Ohne solche Räume wüssten wir gar nicht, wo wir hin können“, ergänzt die Bürgermeisterin sichtlich erleichtert.

Der Meinkenhof war lange Zeit eine Institution im Ort – und die letzte Gaststätte mit Saalbetrieb. Nun übernehmen mit Thomas und Karin Mittag keine Unbekannten die Veranstaltungsstätte. Das Kummerfelder Paar hat 20    Jahre lang die Gaststätte „Lindwurm“ im Ortskern betrieben. Danach nahmen sie sich eine Auszeit und eröffneten im Anschluss einen Catering-Service mit mobiler Kochschule. „Ich hatte immer die Ambition, hier Räumlichkeiten zu finden“, sagt Thomas Mittag. Da der ehemalige Betreiber aufgehört hatte, ergab sich die Chance. „Das ist der Idealfall für uns, dass das auch noch räumlich passt“, ergänzt seine Frau. Zudem wollen die Gastronomen nicht mit ansehen, dass ihre Gemeinde zum Schlafdorf verkommt. „Es gibt doch gar nichts mehr in Kummerfeld“, erläutert der Unternehmer. „Alle Gaststätten sind weg. Der Bäcker ist weg.“ Das Paar will seine mobile Küche in einem modern ausgestatteten Wohnwagen für den Saalbetrieb einsetzen. Denn im hinteren Teil des Gebäudes, der von Thomas und Karin Mittag gepachtet wird, gibt es keine voll ausgestattete Küche. Bis zu 180 Gäste können die Mittags aber mit ihrer mobilen Küche bewirten. Zwei Säle stehen für private Feiern und Veranstaltungen zur Verfügung. Am 1. August geht’s los am Bornbarg unter dem neuen Namen „Lindwurm Eventlocation“. Es gibt schon einige feste Termine: So soll zum Beispiel am 1.    und 2. Oktober ein zünftiges Oktoberfest mit Live-Musik im Saal veranstaltet werden. Eine Lindwurm-Revival-Party ist für den 3.    September geplant. Im Laufe des Abends soll ein Film gezeigt werden mit alten Aufnahmen aus dem Lindwurm.

Zudem wird es kreativ: Während ihrer Auszeit vor einigen Jahren, nachdem die Gastronomen die Gaststätte Lindwurm aufgegeben hatte, entdeckte Karin Mittag ihre künstlerische Ader. Um sich zu professionalisieren, hat die Kummerfelderin ein Fernstudium an der Hamburger Akademie sowie an der Salzburger Leonardo Kunstakademie absolviert. Sie will sich nun eine eigene Malschule aufbauen und später eigene Werke und die anderer Künstler in den Sälen des Lindwurms ausstellen.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 16:54 Uhr

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