zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

Die JU unterstützt Kandidaten : Kreisverbandstag der Jungen Union in Kölln-Reisiek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der CDU-Nachwuchs will junge Wähler bei der Landtagswahl ansprechen.

Kölln-Reisiek | In den kommenden Monaten werden Mitglieder der Jungen Union (JU) im Kreis Pinneberg losziehen, sich Aktionen ausdenken und organisieren, wildfremde Menschen ansprechen, um sie davon zu überzeugen, eine dieser vier Personen zu wählen: Barbara Ostmeier, Kerstin Seyfert, Peter Lehnert und Michael von Abercron. Sie sind die CDU-Kandidaten in den vier Landtagswahlkreisen des Kreises Pinneberg. Am Sonnabend präsentierten sie sich der Jugendorganisation ihrer Partei bei deren Kreisverbandstag in Kölln-Reisiek. Natürlich ging es bei der Befragung durch die eigenen Parteifreunde nett zu, aber aufschlussreich war es streckenweise doch.

Bei den Wahlen wurden viele Vorstände in ihren Posten bestätigt. Stellvertretende Vorsitzende des JU-Kreisverbands blieben Florian Kirsch aus Pinneberg und Denis Kaspras aus Kölln-Reisiek, als Schatzmeisterin fungiert weiter Annika Ahrens-Glismann aus Tangstedt. Als Beisitzer wurden Lena Mohr aus Bilsen und Sophia Kaczmirczak aus Uetersen wiedergewählt, neu in dieser Funktion sind Julius Körner und Marvin Becker aus Hetlingen.

Pauline Seyfert, Tochter einer Kandidatin, und Nicolas Sölter aus Elmshorn hatten einige Fragen vorbereitet, die im Quiz-Stil spontan beantwortet werden sollten. Da blieb kaum Zeit für vorbereitete Ansprachen oder eingeübte Phrasen. Statt dessen entstanden aufschlussreiche Pausen, wenn Seyfert und Lehnert innerhalb von 30 Sekunden ihre Talente beschreiben sollen. Nach langem Schweigen rettete sich Seyfert schließlich zur „Freundlichkeit“ und Lehnert fiel ein, dass er „gut mit Tieren“ umgehen könne.

Alle vier Kandidaten sind mehr als 50 Jahre alt, die Mitglieder der Jungen Union im Saal des Gemeindezentrums maximal 35; bei der Landtagswahl im kommenden Jahr dürfen erstmals auch 16- und 17-Jährige abstimmen. Folgerichtig wünschte sich Lehnert von der JU, dass sie gezielt diese jungen Erstwähler anspricht. „Neue Akzente, besondere Aktionen“ wünschte sich von Abercron, der im für die CDU schwierigen Wahlkreis Elmshorn antritt: „Das ist kein Selbstgänger.“

Interessant wurde es auch, als Unterschiede zwischen den vier CDU-Kandidaten, von denen Lehnert und Ostmeier schon im Kieler Parlament sitzen, deutlich wurden. Etwa bei der Beurteilung von Ralf Stegner, Chef der SPD-Landtagsfraktion: „Unerträglich“ war Seyferts Statement, während er für Lehnert ein „angenehmer Gegner“ ist. Auf von Abercron wirkt er „undurchsichtig“, während Ostmeier ihn als „sehr klar“ charakterisierte.

Als „größte Baustellen“ in der Landespolitik nannte Ostmeier zwei, die sie gern hätte: die K22 und die A20. Lehnert verwies bei diesem Stichwort dagegen auf die HSH Nordbank mit Risiken in Höhe von 15 bis 20 Milliarden Euro und die Inklusion in der Schulpolitik.

Auch persönliche Themen gefragt

Ein bisschen Persönliches kitzelten die jungen Konservativen auch aus ihren Kandidaten heraus: Für Ostmeier sind jeweils vier Schützlinge – erst ihre Kinder, jetzt Hunde – ihre heimliche Leidenschaft, bei von Abercron ist es das Schrauben an Oldtimern. Lehnerts liebster Urlaubsort ist Helgoland, wo er Berufliches gleich mit erledigen kann. Seyferts größter Traum ist es, bei ihrer ersten Landtagskandidatur direkt gewählt zu werden, während sich Lehnert mit seinen vielen Posten wünscht, mehr Zeit für seine Familie und sein Hobby Garten zu haben.

Im organisatorischen Teil ihres Kreisverbandstags bestätigten die JU’ler Birte Glißmann einstimmig als Vorsitzende. Die 23-Jährige aus Seestermühe leitet den Kreisverband seit 2012. Sie benutzte bei einem Treffen, das sogar die Landtagsabgeordneten ohne Krawatte besuchten, Formulierungen wie: „Michaelas 35 Lebensjahr ist seit vergangenem September vollendet“, als sie eine langjährige Beisitzerin verabschiedete, die die JU-Altersgrenze erreicht hatte.

Der Kreisverbandstag beschloss zwei Anträge: Die JU im Kreis will einen sechsspurigen Ausbau der A23 und ein drittes Eisenbahngleis zwischen Elmshorn und Eidelstedt. Außerdem sollen Autofahrer ab 65 Jahren regelmäßig zur ärztlichen Untersuchung antreten.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 04.Jul.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen