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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 23:21 Uhr

Geflügelpest in Kollmar : Kreis Pinneberg unter Beobachtung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Katzen und Hunde dürfen in Teilen der Region ab sofort nicht mehr frei herumlaufen.

Seit Freitag zählen auch Teile des Kreises Pinneberg aufgrund der Vogelpest zu den Sperr- und Beobachtungsgebieten (siehe Karte). Denn bei einer toten Möwe, die im benachbarten Kollmar (Kreis Steinburg) gefunden wurde, haben Untersuchungen eine Infektion mit dem hochgradig ansteckenden Virus ergeben.

Die etwa 18.000 Geflügeltiere, die auf 180 Betrieben im Beobachtungsgebiet des Kreises Pinneberg leben, müssen bereits seit längerem in einem geschlossenen Stall gehalten werden und dürfen diesen nicht verlassen. Zudem müssen die Halter dafür sorgen, dass keine wilden Vögel in den Stall gelangen können.

Innerhalb des Sperrgebiets gelten weitere Schutzmaßnahmen. Dieses umfasst im Kreis Pinneberg jedoch nur Teile von Seestermühe, in dem sich keine Geflügelhöfe befinden. Allerdings darf durch das Sperrgebiet auch kein Geflügel mehr transportiert werden – eine Ausnahme gibt es für Autobahnen, Fernverkehrsstraße und Schienen, solange das Fahrzeug innerhalb des Sperrgebiets nicht anhält.

Die Erklärung zum Sperr- und Beobachtungsgebiet hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf Geflügelhalter, sondern auch auf Besitzer von Hunden und Katzen. Die Tiere dürfen innerhalb dieses Gebiets nicht frei herumlaufen. Zwar gibt es bisher keinen Nachweis darüber, dass Hunde oder Katzen an der Geflügelpest erkranken können. Sie können das Virus jedoch verbreiten, wenn sie mit dem Kot infizierter Vögel in Berührung kommen und dieser an ihren Pfoten oder ihrem Fell haften bleibt. „Ich bitte die Tierhalter, sich zum Schutz der Tiere an entsprechende Anweisungen zu halten“, sagte Kreissprecher Oliver Carstens. Die Kreisverwaltung würde diese Schutzmaßnahme aufheben, sobald dies möglich sei, sagte Carstens.

Im Kreis Pinneberg wurde bislang noch kein Fall von Geflügelpest nachgewiesen. Tote Vögel werden derzeit von den Veterinären aber besonders genau betrachtet und gegebenenfalls zur Untersuchung in ein Labor geschickt. Für weitere Fragen hat der Kreis ein Bürgertelefon eingerichtet, dass montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr, freitags bis
14 Uhr unter Telefon (0  41  21) 45  02  50  00 erreichbar ist.

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erstellt am 27.Nov.2016 | 16:40 Uhr

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