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Pinneberger Tageblatt

28. März 2017 | 00:32 Uhr

Pinneberg : Klatsche für Altenheim-Plan an der Ebert-Straße

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neue Klatsche für die Residenz-Gruppe aus Bremen: Der Pinneberger Ausschuss für Stadtentwicklung hat auch die modifizierten Altenheim-Pläne auf dem Post-Areal abgelehnt.

Pinneberg | Selten sind sich die Pinneberger Kommunalpolitiker so einig gewesen: Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung haben am Dienstagabend in ihrer Sitzung auch die modifizierten Altenheim-Pläne der Bremer Residenz-Gruppe auf dem Post-Areal an der Friedrich-Ebert-Straße abgelehnt. Einstimmig.

„Weil wir die ursprüngliche Idee nicht so toll fanden, hat der Vorhabenträger nachgebessert“, leitete Ausschussvorsitzender Gerhard Thomssen (SPD) die Debatte ein. Die sehen jetzt so aus, dass im Erdgeschoss eine Tagespflegeeinrichtung entstehen soll, im ersten Obergeschoss Gruppenwohnen mit zwei mal zwölf Wohnungen. In den anderen Geschossen seien verschiedene Wohnungsgrößen geplant. Außerdem soll es nur fünf Geschosse geben, zuvor war von sechs die Rede. Allerdings gibt es keine Aussagen darüber, welche Klientel dort einziehen soll. Nur Senioren?

„Die Vorschläge reißen uns nicht vom Stuhl“

Deswegen stießen diese neuen, geänderten Pläne erneut auf wenig Gegenliebe: „Aus unserer Sicht wurde zwar nachgebessert, aber nicht in unserem Sinn und wie es alle Fraktionengeäußert haben. Wir können uns ein gemischtes Wohnen von Jung und Alt vorstellen“, sagte Carl-Eric Pudor (CDU). Manfred Stache (Grüne und Unabhängige) möchte von dem Investor wissen, ob bezahlbarer und/ oder sozial geförderter Wohnraum bei dem Projekt möglich sei. Und Birgit Klampe (FDP) steht der Fünf-Geschossigkeit des Gebäudes kritisch gegenüber.

„Die Vorschläge reißen uns nicht vom Stuhl“, brachte es Thomssen für seine Fraktion auf den Punkt. Er schlug vor, das Projekt in den Fraktionen beraten zu lassen, um deutlich zu sagen, was den Fraktionen nicht gefalle und was aufgenommen werden und was nicht stattfinden soll. Die Entscheidung über die planungsrechtliche Zustimmung für das Bauvorhaben ist vertagt worden auf einen der nächsten Ausschüsse.

Krappa sprach sich ebenfalls für zentralen Platz aus

Die Pläne der Bremer Residenz-Gruppe, die das Gelände samt Postgebäude gekauft hat, sind seit der Bekanntgabe auf heftige Kritik gestoßen: Jüngst hatte sich die Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg in einem öffentlichen Statement an Bürgermeisterin Urte Steinberg und die Politik gegen das Projekt ausgesprochen. Bei den beschränkten Flächen, die in Pinneberg noch für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen, sollte das Augenmerk auf Wohnbebauung für die jüngere Generation oder junge Familien gelegt werden, so die Forderung.

Auch die Zukunft der Post ist noch immer ungewiss: Der Mietvertrag läuft bis Mitte 2018. Die Post hat die Option, für weitere fünf Jahre zu verlängern. Was danach passiert, steht in den Sternen.

Wirtschaftsförderer Stefan Krappa sprach sich gestern ebenfalls dafür aus, dass die Post einen zentralen Platz haben und es für die Kunden Kurzzeitparkplatzmöglichkeiten geben müsse. 

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erstellt am 02.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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