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Pinneberger Tageblatt

25. April 2017 | 22:31 Uhr

Ellerbek : Kita-Anbau ohne Zuschüsse?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Finanzierung: Die Gemeinde zieht in Betracht, die Kosten allein zu stemmen.

Ellerbek | Einen herben Schlag ins Kontor hat die Gemeinde Ellerbek kürzlich hinnehmen müssen: Für Um- und Anbau zur Schaffung einer zusätzlichen Kindergarten- und einer weiteren Krippengruppe rechnete die Gemeinde mit Zuschüssen von 510.000 Euro. Doch der Kreis gab die Mittel zurück.

„Wir hätten jetzt loslegen können, die Baugenehmigung für Kita und Krippe liegt inzwischen vor“, sagte Bürgermeister Günther Hildebrand. Nur die Prüfung des Bauantrags für den Umbau des ehemaligen Clubraums und der Bücherei sei noch nicht abgeschlossen. Dort soll ein Mehrzweckraum, der auch als Mensa für die Offene Ganztagsschule (OGTS) genutzt werden kann, entstehen.

„Für die 20 Kindergarten- und die zehn Krippenplätze gab es von Bund und Land jeweils 15.000 Euro – macht 450.000 Euro“, rechnete Hildebrand vor. Hinzu kämen Mittel des Kreises in Höhe von etwa 60.000 Euro. Ob es ein neues Förderprogramm des Bundes und des Landes im kommenden Jahr geben werde, stehe derzeit in den Sternen.

Das stellt Ellerbek gleich vor mehrere Herausforderungen: Sowohl die Plätze für den Nachwuchs fehlen dringend, als auch der Platz für die OGTS. „Der Träger der OGTS, unser Elternverein, will natürlich so schnell wie möglich wissen, ob dieser Umbau nicht vorgezogen werden kann – die jetzige Mensa platzt aus allen Nähten“, berichtete Hildebrand.

Kreis beruft Arbeitsgruppe ein

Doch aufgrund der fehlenden Baugenehmigung könne noch keine Ausschreibung vorgenommen werden. „Erst dann wissen wir, welche konkreten Mehrkosten anfallen wenn wir das in zwei Bauabschnitte aufteilen“, erläuterte der Bürgermeister. Zwar habe die Gemeinde Rücklagen und könnte die Baukosten von etwa einer Million Euro vorfinanzieren. „Wenn wir die Gewissheit hätten, dass später Zuschüsse fließen, würden wir das tun“, betonte Hildebrand. Doch eigentlich dürfe mit dem Bau erst dann begonnen werden, wenn der Bewilligungsbescheid vorliege.

„Wenigstens haben wir erreicht, dass jetzt beim Kreis eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die dafür sorgt, dass solche Situationen künftig vermieden werden“, sagte der Bürgermeister. A, Mittwoch, 30. November werde das Gremium die Arbeit aufnehmen.

„Wir müssen als Gemeinde noch in diesem Jahr Perspektiven entwickeln und abwägen, ob wir den Bau allein stemmen“, kündigte Hildebrand an. Was jedoch bedeute, dass andere Investitionen zurückstehen müssen: der Bau eine Regenrückhaltebeckens, die Erneuerung des Fußbodens in der Harbig-Halle und der Bau eines Fußwegs im Ihlweg. „Wir müssen die Gesamtsituation beurteilen – die Entscheidung wird alles andere als einfach“, ist sich Hildebrand sicher.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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