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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 21:39 Uhr

Kennt keine Probleme, nur Lösungen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

bürgermeisterwahl 73-jähriger Hein Gottfried Fischer aus Gangelt in Westfalen kandidiert in Halstenbek / Ortstermin vor dem Rathaus

Er meint es ernst: Hein Gottfried Fischer will am Sonntag, 11. September, zum neuen Bürgermeister von Halstenbek gewählt werden. Mit seinen selbst genannten Tugenden wie Ausstrahlung, souveränes Auftreten, Beständigkeit, Weisheit, Redegewandtheit und sozialem Engagement will der 73-jährige Bewerber aus Gangelt in der Eifel die Herzen der Halstenbeker erobern.

Gestern, 11 Uhr. Treffen vor dem Rathaus an der Gustavstraße. Fischer ist gut drauf. Trotz einer langen Zugfahrt seit den frühen Morgenstunden. Ab Geilenkirchen über Duisburg, Hamburg-Altona und mit der S-Bahn in die Baumschulengemeinde. „Ich kann Verwaltung“, sagt der agil-selbstbewusste Kandidat mit Blick auf den Rathauskomplex.

Fischer bewirbt sich zum dritten Mal in zwei Jahren auf den Posten eines Verwaltungschefs. Die Kandidatur in Halstenbek sei eher zufällig. „Ich habe im Internet die Stellenausschreibung gelesen.“ An einer Wahl in Baden-Württemberg habe er nicht teilnehmen können, „weil es dort eine Altersgrenze von 65        Jahren gibt.“ In Schleswig-Holstein gibt’s die nicht.

Lebenserfahrung: Das sei für Fischer ausschlaggebend. Die habe er über Jahrzehnte gesammelt – als Diplom-Sozialpädagoge, Zollbeamter, Entspannungspädagoge, als Einzelhandelskaufmann, als VHS-Dozent und Grüner. Auch wenn er von Berufswegen her nicht von der Verwaltung komme: Er sehe sich als Vertreter der Gemeinde. Ganz so wie der Bundespräsident. „Es geht darum, zu repräsentieren. Wie es Joachim Gauck täglich macht. Und der hat ja auch für komplizierte Verwaltungsvorgänge seine Leute.“

Anders, so Fischer weiter, als die „berühmteste Bundeskanzlerin aller Zeiten Angela Merkel“ von der CDU. Die habe Macht. Sie müsse ständig Entscheidungen treffen. Auch wenn sie als promovierte Physikerin ebenfalls nicht über eine entsprechende Verwaltungslaufbahn verfüge.

Fischer redet viel. Das kann er. „Das ist eine meiner Stärken. Ich kann zu allem etwas sagen.“ Auf öffentliche Auftritte, wie am 30. August und 1. September in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums sowie der Mensa der Schule an der Bek, „bereite ich mich so darauf vor, dass ich unerwartete Antworten geben werde.“

Das sei seine Reaktion darauf, dass er als Nicht-Halstenbeker nicht unbedingt tiefe Detailkenntnisse ortstypischer Themen habe. Anders als seine Gegenkandidaten Kirsten Sajitz, seit Jahren CDU-Partei- und Fraktionschefin von Halstenbek. Anders als Claudius von Rüden, der auf dem SPD-Ticket fährt und als Referent für Binnenhandel in der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation aktiv ist. Dass die beiden dementsprechend über Ortskenntnisse verfügen, irritiert Fischer nicht. Im Gegenteil. Er sieht es eher als Nachteil, dass sich beispielsweise Sajitz als Ehefrau des Halstenbeker Bürgervorstehers bewerbe. Das habe Geschmäckle. „Ich bin dagegen unabhängig. Ich will keinem anderen schaden.“ Entsprechend appelliert Fischer an die Wähler mit dem Slogan: „Ich kenne keine Probleme. Nur Lösungen. Wer mich nicht mag, ist selbst schuld.“

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erstellt am 20.Jul.2016 | 16:00 Uhr

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