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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:16 Uhr

Kekke Teens haben es leichter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neues Angebot Der Verein „Kindesglück und Lebenskunst“ gründet eine Selbsthilfegruppe für Kinder und Jugendliche

Der Verein „Kindesglück und Lebenskunst“ ist weiter auf Expansionskurs. Die Initiatorinnen Dörthe Bräuner und Leena Molander bieten künftig die Gruppe „Kekke Teens“ an. Gefördert wird das Angebot von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK), freuen sich die Holmerinnen. Angesprochen fühlen sollen sich Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren, mit lebensbedrohlich erkrankten Eltern.

Angefangen haben Molander und Bräuner 2011 mit der Selbsthilfegruppe für krebskranke Eltern kleiner Kinder – kurz Kekk. Als junge Mütter waren sie selbst von Krebs betroffen. Nach der Genesung hatten sie ein gemeinsames Ziel: anderen Familien helfen, damit niemand allein ist. Das Projekt überzeugte und nahm eine Eigendynamik auf, die die beiden Frauen gern bedienen.

Start der Kekken Teens ist nach den Sommerferien. Vermutlich werden die zweistündigen Treffen freitags ab 16 Uhr stattfinden. Angesprochen fühlen sollen sich Jungen und Mädchen, deren Eltern Krankheiten wie Multiple Sklerose (MS) und Krebs haben oder Unfallopfer sind. Mitmachen können maximal acht Betroffene. Während der Probezeit bis zu den Herbstferien ist die Teilnahme kostenfrei. Danach wird eine Teilnahmegebühr von 30 Euro erhoben, die Kursusblöcke starten jeweils nach den Ferien.

Die therapeutisch angeleitete Selbsthilfegruppe wird von Nathalie Uhlenbusch betreut. Die Psychologin ist seit Februar wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Psychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Teilnehmer sollen erfahren, dass sie nicht allein mit ihrem Schicksal sind. „Und sie sollen ihre Ressourcen erkennen lernen“, sagt Bräuner. In der Selbsthilfegruppe geht es darum, über Spiele und Gespräche die familiäre Situation aufzuarbeiten. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen ihre schweren Umstände auch einfach einmal vergessen lernen. „Wir sind flexibel und arbeiten bedarfsorientiert“, betont Bräuner.

Die AOK sei auch deshalb an Bord, weil es sich um ein präventives Angebot handelt. Es ginge darum, dass die Teenager nicht in eine Situation abrutschen, in der ärztliche Hilfe notwendig wird, so Bräuner. Die jungen Menschen verbindet nicht nur das Schicksal. „Sie sind in der Pubertät und dann kommt noch so ein Schlag obendrauf“, weiß Molander.

Die Kekk-Initiatorinnen sind übrigens auf der Suche nach Helfern, die ehrenamtlich Fahrdienste übernehmen können. „Wir können sie an jedem Wochentag gebrauchen“, betont Molander.

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www.kekk-kul.de

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erstellt am 18.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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