zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 15:35 Uhr

Torsten Albig in Pinneberg : Kein sozialer Kahlschlag mit der SPD

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Wir sind mit einer festen, sehr starken handlungsfähigen Koalition dabei, das Land auf den Weg zu bringen“, betonte der Ministerpräsident. Mit Wahlschwerpunkten Bildung, sozialer Gerechtigkeit und Energiewende habe die SPD „eine Menge erreicht“.

Pinneberg | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) schaute in Pinneberg bei der Wahl von SPD-Landtagskandidat Kai Vogel, der das Direktmandat einstimmig einholte, persönlich vorbei. Er schätze die Arbeit Vogels – beispielsweise als schulpolitischer Sprecher – sehr hoch ein, erklärte er. Bevor Albig seinen Parteigenossen als Kandidaten wärmstens empfahl, thematisierte er politische Erfolge der Sozialdemokraten. „Wir sind mit einer festen, sehr starken handlungsfähigen Koalition dabei, das Land auf den Weg zu bringen“, betonte der Ministerpräsident. Mit Wahlschwerpunkten Bildung, sozialer Gerechtigkeit und Energiewende habe die SPD „eine Menge erreicht“.

Albig thematisierte zudem die für zahlreiche Familien immens hohen Kita-Gebühren. Anhand eines Brutto-Paar-Einkommens von 4000 Euro errechnete er deren „erdrosselnde“ Wirkung. Ziel der Parteipolitik sei die Gebührenfreiheit wie in Hamburg, sagte er.

Die SPD habe das Land generell in punkto Bildungspolitik „Stück für Stück nach vorne gebracht“: Es seien tausende von Erzieher und Lehrerstellen geschaffen worden. „Mehr Stellen als 2012 von unseren Vorgängern geplant“, betonte der Ministerpräsident. Mit seiner Partei gebe es keinen „sozialen Kahlschlag“.

2015: Land nimmt 35.000 Flüchtlinge auf

Albig thematisierte zudem die Flüchtlingspolitik. „35.000 Menschen sind im vergangenen Jahr nach Schleswig-Holstein gekommen, ohne dass wir am Abgrund stehen“, sagte der Wahlkämpfer. Bei der Integration handele es sich um keine leichte Aufgabe, doch gemeinsam werde die SPD das mit ihren Wählern hinbekommen.

Die Sozialdemokraten seien aufgerufen, für „Hoffnung zu sorgen und zu helfen, die lähmende Angst zu besiegen“. Im gleichen Kontext berichtete Albig, mit dem bei einer Knüppelattacke verletzten Bürgermeister von Oersdorf, Joachim Kebschull, telefoniert zu haben. Kebschull hatte vor der auf ihn gestarteten Attacke Drohbriefe infolge seiner engagierten Flüchtlingspolitik erhalten. „Ich bin stolz, dass es solche Bürgermeister in unserem Land gibt, egal welcher Partei sie angehören, und dass es Menschen gibt, die sich mit geradem Rücken und Menschlichkeit für ihre von Krieg verfolgten Mitmenschen einsetzen“, sagte Ministerpräsident Albig.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 05.Okt.2016 | 15:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen