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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 16:34 Uhr

Kita-Situation : Kaum Auswahl für Eltern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die gesamte Region hinkt landesweit hinterher. Uetersen überprüft derzeit den Bedarf.

Uetersen | Welche Auswahlmöglichkeiten haben Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder? Diese Frage hat die Bertelsmann-Stiftung gestellt und kommt in ihrer aktuellen Studie zu dem Ergebnis: Hamburg und Thüringen bieten die geringsten, Baden-Württemberg die größten Auswahlmöglichkeiten. In der Hansestadt stehen für 69.027 Kinder 1048 Kitas zur Verfügung. Das sind 1,5 Kindertagesstätten pro 100 Kinder. In Baden-Württemberg liegt der Wert bei 2,3 Kitas pro 100 Kinder. Der Kreis Pinneberg hinkt deutlich hinterher.

„Aktuell haben wir 164 Kitas im Kreis Pinneberg mit 11  728 Plätzen“, erläutert Birgit Köhnke, Stabsstelle Landrat, Politik und Kommunikation beim Kreis Pinneberg. Laut Statistikamt Nord leben 16.064 Kinder unter sechs Jahren im Kreisgebiet. Umgerechnet bedeutet dies 1,02 Kitas pro 100 Kinder. Damit liegt der Kreis deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Für die 96.973 Kinder in Schleswig-Holstein stehen laut der Studie derzeit 1765 Kindertagesstätten zur Verfügung – 1,8 pro 100 Kinder. Konsequenz für die Eltern: Kaum Auswahl bei der Kita-Suche.

„Die Versorgungsquote im Elementarbereich liegt bei 92 Prozent, im Krippenbereich bei gut 39 Prozent“, sagt Köhnke und ergänzt: „Die Nachfrage nach Krippenplätzen wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Die Versorgungsquote deckt nicht den aktuellen Bedarf.“ Die Kindertagespflege könne nur einen Teil der Minderdeckung auffangen. „Es bleiben aktuell auch Kinder unversorgt“, sagt Köhnke. Allerdings sieht sie eine positive Entwicklung: „Die Kommunen unternehmen große Anstrengungen, um die Bedarfe zu decken. Hier werden aktuell und in den nächsten Jahren durch Neu- oder Umbauten neue Plätze geschaffen.“

In Uetersen gibt es aktuell 80 Krippenplätze und rund 530 Plätze für den Elementarbereich. Insbesondere bei den Krippenplätzen könne ein Anstieg nicht ausgeschlossen werden, so Anja Stange, Leiterin des Amtes für Bürgerservice im Rathaus. Die genauen Bedarfe zum nächsten Kindergartenjahr (ab 1. August) würden derzeit über sogenannte Belegungslisten ermittelt, so Stange weiter. Im städtischen Kindergarten an der Herderstraße wird, weil dort freie Plätze festgestellt wurden, eine Elementar- in eine Krippengruppe umgewandelt.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 10:00 Uhr

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