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Die politische Meinung schärfen : Jugendliche diskutieren mit Politikern in Halstenbek

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Insgesamt 23 Jugendliche diskutieren mit Politikern auf rotem Sofa. Es handelt sich um die landesweite Aktion „Woche der offenen Kinder- und Jugendarbeit“.

Halstenbek | Okay. Quietschrot ist das „rote Sofa“ vor dem Rathaus Halstenbek an der Gustavstraße nicht. Eher changiert die Farbe in Richtung gedämpftes rosa. Auf dem mittlerweile abgewetzten Möbel sitzen und schwatzen zig ausgelassene Halstenbeker Jugendliche. Mittendrin: Freimut Falk, Chef des Jugendbahnhofs (JubA 23) in der Bahnhofstraße 22. Von Montag bis gestern, jeweils in der Zeit von 16 bis 20 Uhr, leitete der Pädagoge die landesweite Aktion „Woche der offenen Kinder- und Jugendarbeit“ (WOKJA). Schirmherrschaft hatte Kristin Alheit (SPD) inne, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung.

Die Woche wird von der Jugendarbeit der Kreise, Städte und Gemeinden und der Fachhochschule Kiel mit Unterstützung des Sozialministeriums durchgeführt. Federführend ist der Arbeitskreis Jugendarbeit Süd. Im Kreis Pinneberg gibt es 33 Jugendzentren. Zu den landesweit angebotenen Aktivitäten gehören ein Bauwagenprojekt mit mobiler Skateranlage, Gitarrenunterricht, Kreativwerkstatt: Gartenzeit, Kochen und Backen. Veranstaltungstipps sowie  Infos sind unter www.okja-sh.de einsehbar.

Falk hat für diese Aktion ein nach seiner Meinung optimales Themengemenge gefunden: „Im Hinblick auf die Landtagswahl 2017, bei der erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren über die Zusammensetzung des Landtages mitentscheiden können und die kommende Bürgermeisterwahl am Sonntag, 11. September, stellt das JubA23 die WOBKJA unter das Motto ‚politische Bildung, Meinung und Kommunikation‘.“

Die Gelegenheit, mit den Jugendlichen einen Gedankenaustausch zu suchen, nahmen unter anderem die Halstenbekerin Ines Strehlau, Grünenpolitikerin des Landtags, und Claudius von Rüden, SPD-Kandidat für die Wahl auf den Chefposten im Rathaus, wahr. Fragen wie „Warum wollen Sie Bürgermeister werden?“ musste sich von Rüden gefallen lassen. Aber auch drängende Probleme wie das Fehlen eines geeigneten Außengeländes für die Jugendarbeit, wurden auf dem rot-rosa-farbenen Sofa diskutiert.

Drei Tage animierende Jugendarbeit einmal anders: Nach der ersten erfolgreichen Woche im Jahr 2013 sei nach Meinung von Falk die Teilnahme 2016 unterm Strich ein großer Erfolg gewesen. Offizielles Ende auf Landesebene ist am morgigen Freitag.

In Schleswig-Holstein gibt es mehr als 300 Jugendtreffs in Trägerschaft der Städte und Gemeinden, in freier Trägerschaft oder von Verbänden und Vereinen – „ein wertvoller Bestandteil der lokalen Bildungslandschaft und der sozialen Infrastruktur vor Ort“, so Ministerin Alheit. Die Politikerin ist sich sicher: „Die Beziehungs- und Gesprächsangebote in den Jugendzentren geben jungen Menschen Unterstützung außerhalb der Familie und Schule. Sie fördern Integration und helfen Ausgrenzung oder Benachteiligungen abzubauen. Eine Meinung, mit der sich JubA  23-Leiter Falk ausnahmslos anfreunden kann.
 

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erstellt am 09.Jun.2016 | 14:00 Uhr

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